Als erste Stadt Hessens kostenpflichtige Schulparkplätze

Kasseler Lehrer sollen ab 2016 fürs Parken zahlen

Kassel. Eigentlich sollten die etwa 900 Lehrerparkplätze an den Kasseler Schulen längst kostenpflichtig sein. Innerhalb des nächsten Jahres soll es nun soweit sein.

Die Kostenpflicht hatte die Stadt in ihrer Schutzschirmvereinbarung mit dem Land Hessen festgeschrieben, in der auch die zurückliegende Parkgebührenerhöhung begründet ist.

Nun solle das Vorhaben im Laufe des nächsten Jahres umgesetzt werden, so Axel Jäger, Leiter des städtischen Hochbauamtes. Damit werde Kassel die erste hessische Stadt, die auch Lehrer fürs Parken zur Kasse bittet.

Bundesweit gibt es Städte wie Duisburg, die das tun. Nach aktuellen Planungen sollen Lehrer und Schulbedienstete an den 56 städtischen Schulen 40 Euro monatlich fürs Parken auf dem Schulgelände bezahlen. „Dies war jahrzehntelang kostenfrei. Dabei zahlen andere Mitarbeiter der Stadt längst für ihren Parkplatz – zum Beispiel am Rathaus“, so Jäger. Auch dort seien 40 Euro fällig. Der Unterhalt der Stellflächen koste schließlich Geld.

Die Verzögerung des Vorhabens hängt nach Auskunft der Stadt damit zusammen, dass die Vorbereitungen komplex sind. So müsse die Zufahrt zu den Schulparkplätzen neu geregelt werden: In Frage kommen Schranken oder abschließbare Poller. „Die Situation ist an jeder Schule anders“, so Jäger. Auch sei offen, zu welchen Tageszeiten die Parkplätze nur für Bezahler zugänglich sind. Für Elternabende und Vereine, die die Schulturnhallen abends belegen, müssten sie frei nutzbar sein. Zudem ist noch nicht abschließend geklärt, ob für Schulparkplätze, die außerhalb der städtischen Parkgebührenzonen liegen, andere Tarife gelten. Angedacht war der halbe Preis: also 20 Euro. Im nächsten Schritt will die Stadt mit den Schulleitungen über die Umsetzung verhandeln. Viele Schulen hätten so wenige Parkplätze, dass das Gros der Beschäftigten auf öffentlichen Stellflächen stehen müsse, so Jäger. Auf 900 Parkplätze kommen in Kassel 2400 Lehrer.

Rubriklistenbild: © picture alliance

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