Kasseler Messe zeigt Tipps und Tricks zum Energiesparen

Gut gerüstet für die Baumesse: Joris (1) und Helena (5) hatten ihre Bauhelme mit gebracht. Viele junge Familien informierten sich über Themen rund um den Hauskauf. Großes Interesse fanden aber auch Möglichkeiten zur Gebäudesanierung und altersgerechtem Wohnen. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Bei der Bau- und Immobilienmesse in der Stadthalle informierten sich die Besucher an rund 80 Ständen über Themen wie Hausbau, Finanzierung, Energiesparen und Sanierungsmöglichkeiten.

So mancher Besucher, der die vielen Tipps und Tricks der Profis zum Energiesparen beherzigt, könnte schon bei der nächste Jahresabrechnung bares Geld sparen. Energiesparen war am Wochenende das Hauptthema bei der Bau- und Immobilienmesse in der Kasseler Stadthalle. „Das ist sehr erfreulich“, zeigte sich Kassels Baurat Christof Nolda bei einem Messerundgang beeindruckt.

Angefangen vom Dämm-Material für innen und außen bis hin zu moderner Heiz- und Klimatechnik und Solarenergie - die rund 80 Aussteller, darunter auch viele Immobilienanbieter zeigten eine große Palette von Möglichkeiten.

Torben Schmitt

Torben Schmitt, Sanierungsmanager bei der Stadt Kassel, präsentierte bei seinem gut besuchten Vortrag gleich eine Hitliste der zehn besten Tipps, um sinnvoll Energie und Geld zu sparen und ein gesundes und angenehmes Wohnklima zu schaffen sowie gleichzeitig die Umwelt zu schonen: 

• Mit am effektivsten sei die Dämmung der oberen Geschossdecke, denn über ein nicht isoliertes Dach gingen rund 30 Prozent der Wärme im Haus verloren. 

• Sinnvoll sei auch eine Dämmung der Kellerdecke. 

• Auch, wenn Rohrleitungen gedämmt würden, könnten in einem Einfamilienhaus etwa 340 Euro im Jahr eingespart werden. 

• Neue elektrische Heizungspumpen (kosten rund 200 Euro) verbrauchen nur etwa ein Zehntel des Stroms der alten Pumpe. 

• Und noch effektiver und auch geräuscharmer arbeite eine Zentralheizung, wenn ein Fachmann durch einen hydraulischen Abgleich dafür sorgt, dass alle Heizkörper die gleiche Menge Wasser erhalten (wird von der KfW gefördert). 

• Ohne großen Aufwand lassen sich Fenstern und Türen abdichten, um Wärmeverluste zu vermeiden. 

• Thermostatventile an Heizungen (möglichst programmierbar) sollten nicht abgedeckt und nicht höher als auf 3 gestellt werden. 

• Dies entspricht in etwa einer optimalen Raumtempartur von 21 Grad (in Schlafzimmern etwa 18 Grad). Pro Grad Absenkung lassen sich laut Schmitt sechs Prozent Heizenergie sparen. 

• Auch beim Lüften gilt, gewusst wie: In der Heizperiode am besten querlüften und die Fenster nicht kippen, damit die Wand nicht auskühlt. Im Winter viermal täglich etwa fünf Minuten, im Sommer viermal täglich 30 Minuten. Feuchte Keller am besten im Winter lüften. 

• Noch ein Tipp, der nichts kostet: Heizkörper sollten nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden. Bei nicht gedämmten Häusern sollten Möbel an Außenwänden mit einem Abstand von fünf bis zehn Zentimeter Abstand aufgestellt werden, um Schimmel zu vermeiden. 

• Mehr Tipps zu diesem Thema gibt es auf www.co2inline.de

Die Messe ist am Samstag und Sonntag, 30. und 31. Januar, jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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