Neue Attraktion in Peking

Kasseler Roseninsel mit Infotafeln im größten Rosenmuseum der Welt vertreten

Außergewöhnliche Architektur: Das neue Rosenmuseum in Peking ist nicht nur von Rosen umgeben, sondern auch in der Gebäudehülle mit Blumenmustern versehen. Fotos: Meier-Dinkel / nh

Kassel / Peking. Die Roseninsel im Bergpark Wilhelmshöhe ist jetzt auch in China vertreten. Und zwar im nagelneuen Rosenmuseum, das vor Kurzem in Peking eröffnet wurde.

Der Kasseler Verein, der die Roseninsel ehrenamtlich betreibt, hat mehrere Tafeln zur Geschichte und Bepflanzung der Insel anfertigen und nach China verschiffen lassen.

„Alles ist gut angekommen“, sagt Dr. Andreas Meier-Dinkel vom Vorstand des Vereins. Der Biologe ist zusammen mit dem Kasseler Arzt Dr. Stefan Kalok auf eigene Kosten zur Eröffnung des Museums geflogen. Dort seien die internationalen Besucher wie Staatsgäste empfangen worden, berichtet er. Die Chinesen hätten nicht irgendein weiteres Rosenmuseum gebaut, sondern das größte und wahrscheinlich schönste der Welt. Auf dem Gelände eines ehemaligen Melonenfeldes steht das von holländischen Architekten entworfene Gebäude, das eine mit Rosenmustern gestaltete Hülle hat. In dem außergewöhnlichen Museum dreht sich alles um die Rose und die wichtigsten Rosengärten aus aller Welt.

Auszeichnung

Zu diesen zählt auch die Kasseler Roseninsel, die im vergangenen Jahr mit dem begehrten Award of Garden Exellence ausgezeichnet wurde. Dieses vom Weltverband der Rosengesellschaften verliehene Siegel für hervorragende Gärten war quasi die Eintrittskarte für das Museum.

Älteste Zuchtrose

Vor der Abreise nach China: Birgit Kindervater (von links), Vereinsvorsitzender Manfred Zeckey, Frank Zitzman (Print Studio), Elke Siebert und Dr. Andreas Meier-Dinkel mit den Tafeln für das Rosenmuseum in Peking. Foto: Koch

Im Bergpark kann man unter anderem die älteste Zuchtrose Deutschlands, die Perle von Weißenstein, bewundern. Die wurde 1773 erstmals in Kassel angepflanzt und kommt natürlich auf den Schautafeln vor, die bereits im März nach China geschickt wurden. Zu sehen sind auch einige der weltweit bekannten Blumenzeichnungen des Kasseler Hofmalers Simon Pinhas. Der dokumentierte 1815 den Rosenbestand im Bergpark. 133 dieser Zeichnungen überstanden den Krieg und wurden zur Grundlage für die Rekonstruktion der Sammlung im heutigen Weltkulturerbe.

Die Mitglieder des Vereins kümmern sich seit Jahrzehnten um die zwischen Schloss Wilhelmshöhe und dem Lac gelegene Attraktion. Die Tafeln hat man auf Vereinskosten anfertigen lassen. Sie machen jetzt in Peking Werbung für Kassel und seine Roseninsel.

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