Schülerforschungszentrum erneut erfolgreich bei Jugend forscht

Kasseler Schüler holten Preise für patente Ideen

Dämmung in dünn: Janno Schade hält links die Dämmplatte, die er selbst entwickelt hat, und rechts eine herkömmliche Styroporplatte. Archivfoto: Dilling / nh

Kassel. Junge Wissenschaftler vom Schülerforschungszentrum Nordhessen heimsten erneut Auszeichnungen beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ ein. Drei Schüler errangen in dieser Woche in Darmstadt einen Landessieg und qualifizierten sich für das Bundesfinale im Mai.

Darunter der junge Erfinder Janno Schade aus Fuldatal, der hartnäckig an einem Verfahren arbeitete, um eine ökologische Wärmedämmung auf Papierbasis herzustellen. Auch Firmen aus der Bauindustrie haben schon Interesse an seiner Entwicklung gezeigt, die der 16-Jährige bereits hat patentieren lassen. Denn in Vergleich zu herkömmlichen Wärmedämmstoffen ist sein „recypap“ gut zu verarbeiten, umweltschonend, effektiver und zudem nicht entflammbar.

Im Fachgebiet Technik errangen Jaro Habiger (15, Kassel) und Robin Heinemann (17, Helsa) einen Landessieg. Sie entwickelten mit aufwendigen mathematischen Methoden ein computergestütztes Verfahren, das die Richtung, aus der Schall kommt, besser bestimmen kann als ein Mensch. So könnten beispielsweise Rettungsroboter hilfesuchende Menschen anhand ihrer Rufe lokalisieren.

Auf einem zweiten Platz qualifizierten sich Patricia Asemann (17, Kaufungen) und Konstantin Schnekenburger (15, Kassel). Sie erhielten außerdem ein Forscherpraktikum der Max-Planck-Institute für Plasmaphysik. Die beiden Schüler haben eine akustische Tarnkappe entwickelt, mit der man verhindern kann, dass Gegenstände innerhalb der Tarnkappe durch Schall geortet werden können.

Einen zweiten Platz erhielten Jannik Meyer (14, Baunatal) und Tristan Bechtken (14, Fuldatal), die untersucht haben, wie man mit einem rotierenden Sattel Gegenstände in einer gravitativen Paul-Falle gefangen halten kann.

Für sein Hausautomationssystem, mit dem man den Stromverbrauch eines Hauses steuern kann, erhielt Aaaron Schlitt (14, Kaufungen) einen dritten Platz und den Sonderpreis Unternehmertraining.

Sonderpreise gab es auch für Ruth Knüppel (Kassel) und Hugo Gottlieb Kindlein (Frielendorf).

Für den 51. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich insgesamt zehn Jungforscher aus Hessen qualifiziert. (hei)

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