Polizei registriert wachsendes Interesse an Wohnungssicherung

Mehr Einbrüche in Kassel: Sicherungstechnik ist gefragt

Kassel. Einbrecher hatten in Kassel vergangenes Jahr Hochkonjunktur: Die Zahl der Einbrüche war 2015 in der Stadt um 53 Prozent auf 805 Fälle gestiegen. So viele hatte es in den vorhergehenden Jahren nicht gegeben.

Als Reaktion darauf rüsten sich nun immer mehr Kasseler technisch gegen die Einbrecher. Sowohl die Polizei wie lokale Fachhändler spüren das steigende Interesse an Sicherungstechnik für Haus und Wohnung.

Verantwortlich für die Zunahme der Einbrüche sind nach Polizeiangaben unter anderem überregionale Tätergruppen, die professionell organisiert sind. Zudem sind Serientäter am Werk. Dem wohl aktivsten Täter konnte die Kasseler Polizei vergangenes Jahr das Handwerk legen. Auf das Konto des 53-Jährigen aus dem Kreis Kassel waren in den vergangenen Jahren mehrere Hundert Einbrüche gegangen.

Unter den 805 bei der Polizei angezeigten Einbrüchen verliefen etwa 60 Prozent aus Sicht der Täter erfolgreich. Das heißt, ihnen war es gelungen, sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen. Diese Quote hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert. Dafür ist zu beobachten, dass immer mehr Täter tagsüber zuschlagen. Etwa die Hälfte aller Einbrüche wurde 2015 bei Tageslicht verübt. Die Chancen, den Täter zu fassen, sind gering. Nur jeden vierten Einbrecher, der sich vergangenes Jahr in Kasseler Wohnungen zu schaffen gemacht hatte, konnte die Polizei ermitteln.

Entsprechend groß ist das Interesse, das eigene Hab und Gut zu schützen. So informierten sich zuletzt etwa 1000 Bürger pro Jahr im Polizeiladen (Wolfsschlucht 5) über wirksamen Einbruchschutz. In 700 Fällen beriet die Polizei vor Ort, wie sich ein Haus oder eine Wohnung besser sichern lässt. Beides ist kostenfrei.

Im Kreis Kassel ist die Lage entspannter. Die Zahl der Einbrüche war dort 2015 leicht gesunken von 419 auf 382 – 40 Prozent der Taten wurden aufgeklärt.

Rubriklistenbild: © dpa

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