Kasseler Student nimmt an Wahl zum „Mister Germany“ teil

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Preisgekrönt: Nikolai Haag präsentiert seine Siegerschärpe vom Modelwettbewerb „Mister Internet“. Durch seinen Sieg darf er an der Endwahl zum „Mister Germany“ teilnehmen.

Kassel. Nur durch Zufall entdeckte Nikolai Haag (22) das Modeln für sich. Als er seine Freundin zu einem Friseurtermin begleitete, wurde er vom Chef des Salons angesprochen.

Der Besitzer fragte ihn direkt, ob er Interesse habe, als Model Trends zu präsentieren. „Ich habe das Angebot angenommen. Ich wollte einfach gerne eine neue Erfahrung machen. Und dann hat es mir auch schnell Spaß gemacht,“ erzählt Haag.

Nikolai Haag kommt aus Wildeck-Obersuhl und studiert in Kassel Biologie und Sport auf Lehramt. Am liebsten möchte er an einer Berufsschule unterrichten.

Nach dem ersten Auftrag interessierte sich Haag immer mehr für das Modeln und suchte sich weitere Angebote. Schließlich landete er sogar bei einer Modelagentur, dem „Modelraum“ in Düsseldorf. Die ersten größeren Auftritte ließen nicht lang auf sich warten: Haag drehte einen Werbesport in einem Kasseler Fast-Food-Restaurant und durfte in Düsseldorf auf den Laufsteg - vor über 2000 Zuschauern. „Da war ich sehr nervös und habe mir gedacht, wenn ich jetzt einen Fehler mache, sehen das so viele Leute“, erinnert sich Haag. Doch diese Aufgabe meisterte er souverän.

„Hätte jemand mir vor einem Jahr gesagt, dass ich bei „Mister Germany“ teilnehme, hätte ich gedacht, dass er nicht alle Latten am Zaun hat.“

Von „Mister Germany“ erfuhr Haag durch einen Fernsehbeitrag: „Ich saß mit meiner Familie beim Kaffeetrinken, als im Fernsehen eine Reportage über den Modelwettbewerb „Mister Germany“ lief“, erzählt Haag. Seine Mutter schlug ihm vor, sich auch zu bewerben - was der 22-Jährige schließlich tat. Da er zeitlich nicht mehr am Landeswettbewerb, den man zur Qualifikation für die Endrunde durchlaufen muss, teilnehmen konnte, bewarb er sich für den Contest „Mister Internet“. Dieser berechtigt ebenfalls zur Teilnahme an „Mister Germany“. 

Mister Internet: Nikolai Haag

„Mein Ziel war es, unter den ersten Drei zu landen. Dass ich dann gewonnen habe, kann ich immer noch nicht glauben“, freut sich Haag, der ergänzt: „Hätte jemand mir vor einem Jahr gesagt, dass ich bei „Mister Germany“ teilnehme, hätte ich gedacht, dass er nicht alle Latten am Zaun hat.“ 

Für Haag geht es jetzt am 3. Dezember nach Ägypten ins „Mister Germany“-Camp, in dem er zusammen mit 15 anderen Teilnehmern per Laufstegschulungen und Knigge-Kursen auf das Finale vorbereitet wird. Das Camp sowie die „Mister Germany“-Wahlen werden von der Miss Germany Corporation organisiert.

Sein Ziel ist es, bei dem Finale am 12. Dezember in Linstow bei Rostock wieder unter die ersten Drei zu gelangen - auch wenn Haag um die große Konkurrenz weiß: „Bei „Mister Germany“ muss das Gesamtpaket stimmen.“

Ein Aufgeben seines Lehramts-Studiums kommt für ihn nicht in Frage: „Wenn mal was passiert, steh ich dann mit nichts da. Mein Studium ist mein Standbein und mein späterer Job. Natürlich werde ich aber weiter mit Spaß modeln.

(rax)

Weitere Infos: mister.worldbeauty.de

UPDATE vom 13. Dezember:

Florian Molzahn aus Solingen (NRW) wurde zu „Mister Germany 2016“ gekürt. Er setzte sich gegen 15 Mitstreiter aus elf Bundesländern durch. Nikolai Haag erreichte keinen Platz auf dem Treppchen.

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