Neujahrsempfang: Kassels Aufholjagd geht weiter

Blick von der Empore auf den vollen Sitzungssaal: Oberbürgermeister Bertram Hilgen (unten links am Rednerpult) konnte zum Neujahrsempfang der Stadt wieder mehr als 1000 Besucher im Kasseler Rathaus begrüßen. Foto: Hermann

Kassel. Schneller, höher, weiter: „Ein Ereignis steht in diesem Jahr symbolisch für die Aufholjagd Kassels“, meinte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) am Samstagnachmittag beim Neujahrsempfang im Rathaus.

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Kassel ist im Juni zum zweiten Mal Austragungsort der Deutschen Leichtathletikmeisterschaften. Schon bei den Titelkämpfen 2011 habe im Auestadion – trotz des nasskalten Wetters – eine tolle Stimmung geherrscht, erinnerte Hilgen. „Das ist das neue Kassel“, sagte er und appellierte an die mehr als 1000 Besucher: „Helfen Sie mit, die Erfolgsgeschichte unserer schönen Stadt weiterzuschreiben.“ Der Neujahrsempfang 2016 stand unter dem Motto „Stadt der Jugend“. Kassel wachse, dieser Trend habe sich im vergangenen Jahr bestätigt. Die Stadt zähle wieder mehr als 200.000 Einwohner, so Hilgen.

Von Kinder- und Jugendbeteiligung über Sportvereine und Feuerwehren bis hin zu Flüchtlingen und Kommunalwahl schnitt der OB in seiner rund einstündigen Ansprache viele Themen an, ohne aber wirklich Neues zu verkünden. Zu der von ihm selbst gestellten Frage, ob sich Kassel zu Recht als eine Stadt der Jugend bezeichnen könne, zog Hilgen ein wenig überraschendes Fazit: „Kassel ist eine Stadt, in der Kinder und Jugendliche gut leben und aufwachsen können.“

Finanziell stehe Kassel gut da, betonte der Oberbürgermeister. Sollte auch der Haushalt 2016 wieder positiv abschließen, wäre das bereits das vierte Jahr in Folge mit einem Überschuss. Hilgen: „Damit können wir im Laufe dieses Jahres als eine der ersten Kommunen Hessens den Schutzschirm verlassen.“

Neujahrsempfang der Stadt Kassel

Bei seinem Ausblick ging Hilgen unter anderem auf den im Mai in Kassel stattfindenden Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ ein, zu dem bis zu 2500 Nachwuchsmusiker erwartet werden. Am 17. Juni werde das sanierte und umgebaute Stadtmuseum eröffnet. Langsam nähere man sich auch bereits dem documenta-Jahr 2017 und „der Vorfreude auf einen fantastischen Kunstsommer in Kassel und Athen“.

Norbert Steiner geehrt

Der Titel „Kasseläner honoris causa“, mit dem die Stadt Zugereiste für ihre Verdienste um Kassel ehrt, wurde beim Neujahrsempfang an den K+S-Vorstandsvorsitzenden Norbert Steiner verliehen. Das Unternehmen sei in vielen Bereichen des gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens mit einem gemeinwohlorientierten Engagement präsent, unterstreiche damit seine Verbundenheit mit Stadt und Region, lobt Hilgen bei der Auszeichnung Steiners. „Deshalb freuen wir uns auch mit Ihnen und der gesamten Belegschaft über den erfolgreich abgewehrten Übernahmeversuch im vergangenen Jahr. Denn K+S gehört nach Kassel.“

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