Fahrer droht ein Bußgeld von 760 Euro

Polizei stoppt Kastenwagen mit 70 Prozent Übergewicht

Torsten Werner

Kassel. Knapp sechs Tonnen statt erlaubter 3,5: Die Kasseler Polizei hat einen restlos überladenen Kastenwagen gestoppt.

Das war ein ganz schön schweres Fahrzeug: Beamte der Verkehrsinspektion Kassel staunten am Montag nicht schlecht, als sie an der Hafenbrücke auf einen 3,5-Tonnen-Kastenwagen aufmerksam wurden, der an der Hinterachse deutlich tiefergelegt war und auf den ersten Blick offenbar mit platten Reifen fuhr.

Die Überprüfung klärte allerdings schnell auf, dass dieser Zustand nicht auf ein Tuning oder mangelnden Reifendruck zurückzuführen war. Laut Polizeisprecher Torsten Werner war der gemietete Kleintransporter hoffnungslos überladen. Beim Öffnen der Hecktüren des Kastenwagens stießen die Beamten auf Kanthölzer und Einschalungsbretter mit Eisenbeschlägen.

Der 43-jährige Fahrer und seine beiden Kollegen einer Kaufunger Baufirma erklärten, sie hätten den Kastenwagen gemietet, um Material von einer Baustelle in der Kasseler Innenstadt zum Firmengelände in den Landkreis zu transportieren.

Knapp sechs Tonnen

Auf Anordnung der Polizei führte der weitere Weg von der Hafenbrücke vorerst nicht nach Kaufungen, sondern zum in der Nähe gelegenen Müllheizkraftwerk, wo das tatsächliche Gewicht erhoben werden konnte. Knapp sechs Tonnen bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3500 Kilogramm brachte der Wagen auf die Waage.

Der Tatbestandskatalog für Verkehrsordnungswidrigkeiten sieht für die Überladung von über 30 Prozent - der Kastenwagen war sogar 70 Prozent überladen - ein Bußgeld in Höhe von 380 Euro und einen Punkt in Flensburg vor. Möglicherweise droht dem 43-jährigen Fahrer sogar ein doppeltes Bußgeld, da er vermutlich mit Vorsatz mit dem völlig überladenen Kleintransporter unterwegs war.

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