Gottesdienstraum und Herberge – Synode entscheidet über Projekt

2,2 Mio. Euro-Projekt: Kirche will am Edersee bauen

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Neubau einer Campingkirche am Edersee: Auf der Halbinsel Scheid will die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ein Gebäudeensemble in Holzbauweise errichten, um das Projekt „Kirche unterwegs“ weiterzuführen.

Kassel. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) will am Edersee 2,2 Millionen Euro investieren. Auf der Halbinsel Scheid soll ein Neubau für das Projekt „Kirche unterwegs“ entstehen.

Voraussetzung dafür ist die Zustimmung der Landessynode, die Samstag und Sonntag im Kloster Haydau in Morschen (Schwalm-Eder-Kreis) tagt.

Marita Natt, Prälatin der Landeskirche, stellte die Pläne gestern vorab im Haus der Kirche in Kassel vor. Auf einem Grundstück, das direkt hinter der Edersee-Liegewiese der Halbinsel liegt, soll demnach in Holzbauweise folgendes Gebäudeensemble entstehen:

• ein Gottesdienstraum mit Nebenräumen und Emporen, der auch als Tagungs- und Veranstaltungsort genutzt werden kann.

• ein zweigeschossiges Beherbergungsgebäude zur Unterbringung von ehrenamtliche Mitarbeitern.

Nach entsprechenden Beschlüssen der Synode könnte der Bau noch in diesem Jahr starten. Hintergrund ist die lange Tradition von „Kirche unterwegs“ auf Scheid. Seit 1970 gibt es dieses Angebot für Urlauber in der Region. Es finden mittlerweile fast ganzjährig Gottesdienste sowie ein Kultur- und Kinderprogramm statt. Jährlich arbeiten rund 80 Menschen ehrenamtlich an dem Projekt mit.

Bisher werden diese auf Scheid in sechs Bauwagen untergebracht. Doch die seien marode, ebenso das bisherige Zelt für Gottesdienste, erklärte Marita Natt. Der nun geplante Neubau sei durch einen Grundstückstausch mit der Stadt Waldeck ermöglicht worden. Nun wage man es, auch in Zeiten von Sparhaushalten, mit dem Vorhaben in die Synode zu gehen: „Es ist ein missionarisches Projekt in unserer Landeskirche“, betonte Natt. Man wolle auch dort präsent sein, wo Menschen sich erholten und womöglich offener für die Verkündigung des Evangeliums seien.

Die Kosten für den Bau sind auf drei Jahre im Haushalt der Landeskirche gestreckt. Es stünden auch noch Sponsoren in den Startlöchern, sagte Natt.

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