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Klares Zeichen gegen Nazis - friedliche Demo in Kassel

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Von: Bastian Ludwig

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Mehrere hundert Meter lang: Der Demo-Zug auf der Weserstraße.

Kassel. Am Ende waren es mehr, als die Veranstalter gehofft hatten: Über 1000 Menschen beteiligten sich am Samstag an der Demonstration gegen Rechtsradikalismus in Kassel.

Der Demo-Zug war vom Kulturbahnhof zum Kulturzentrum Schlachthof marschiert. Die Aktion war als Zeichen gegen die jüngsten Aktivitäten von Neonazis in Kassel gedacht. Obwohl sich zeitweise eine Gruppe von Neonazis am Friedrichsplatz versammelt hatte, verlief die Veranstaltung weitestgehend ruhig.

Ein Blick über den Vorplatz des Kulturbahnhofs verriet: Es war ein Protest, der von vielen Altersgruppen getragen war. Von der Jugend über Familien mit Kinderwagen bis zum Rentnerehepaar reichte die Alterspanne der Beteiligten. Aber auch bei den politischen Lagern zeigte sich Vielfalt: Mehrere Gewerkschaften hielten ihre Flaggen hoch, aber auch die Parteiefahnen von SPD, Jusos und Linken waren zu sehen. Zudem waren etwa 100 Autonome vor Ort, die teilweise vermummt waren. Etwa 100 Polizisten sicherten die Demonstration ab.

Im Vorfeld hatte es im Internet Gerüchte gegeben, Neonazis wollten die Veranstaltung stören. Einige Mitglieder der rechten Szene hatten sich dann tatsächlich zeitgleich am Friedrichsplatz getroffen.

Nach einer kurzen Auftaktkundgebung hatte sich der mehrere hundert Meter lange Demo-Zug in Richtung Königsplatz in Bewegung gesetzt, wo für eine weitere Ansprache ein erster Zwischenstopp eingelegt wurde. Anschließend ging es weiter über Stern und Altmarkt zur Universität, wo am Mahnmal „Die Rampe“ abermals gehalten wurde, um die Anschläge von Rechten auf das Denkmal, das an die Deportation erinnert, zu verurteilen.

Im Anschluss an die Demonstration kam es am Friedrichsplatz zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Rechten und Linken. Diese endete mit der Gewahrsamnahme mehrerer Rechter, teilte ein Polizeisprecher mit. Diese hätten einem Platzverweis nicht Folge geleistet.

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