Aktivisten erinnern an die Opfer von Hiroshima und fordern Abschaffung von Atomwaffen

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Demonstration gegen Atomwaffen: Die Friedensaktivisten Simon Kiebel (links) und Michael Schulze von Glaßar erinnerten auf dem Königsplatz an den Atomwaffenabwurf auf Hiroshima am 6. August 1945.

Kassel. Bei mehreren Veranstaltungen wurde am Samstag in Kassel an den Atombombenabwurf erinnert. Außerdem forderten die Aktivisten die Abschaffung von Atomwaffen.

„Wir werden nicht hinnehmen, dass weiterhin Atomwaffen in Deutschland gelagert werden“, sagte Frank Skischus vom Kasseler Friedensforum am Samstag auf dem Königsplatz. Gemeinsam mit Aktivisten der „Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner“ erinnerte Skischus an den Atombombenabwurf auf das japanische Hiroshima am 6. August 1945 und den Abwurf einer Plutoniumbombe wenige Trage später auf Nagasaki. Rund 100 000 Menschen starben vor 71 Jahren sofort nach dem Abwurf, durch die Langzeitfolgen der Strahlung vervielfachte sich die Zahl der Opfer bis heute.

Simon Kiebel und Michael Schulze von Glaßar verteilten in gelben Schutzanzügen und mit Gasmasken ausgerüstet Faltblätter, die über die Gefahren von Atomwaffen informieren.

„Es gibt weltweit 15 000 Atomsprengköpfe. Das reicht, um die Erde platt zu machen“, sagte Schule von Glaßar. In Deutschland seien 20 Atomwaffen stationiert. Es bestehe nicht nur die Gefahr, dass diese in einem Krieg abgeworfen würden, sondern dass es auch einen Unfall mit verheerenden Folgen geben könne.

Am Samstagabend versammelten sich die Friedensaktivisten dann am Hiroshima-Ufer (Spitzhacke), bastelten gemeinsam schwimmende Lichterketten, die dann in der Fulda zum Einsatz kamen.

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