Bis 2019 wird noch gebaut

Königsstraße Kassel: Erstes Stück ist fertig - Baustopp zur documenta

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Die Sanierung der Unteren Königsstraße soll bis zur documenta im kommenden Jahr abgeschlossen sein. Es soll eine provisorische Beleuchtung geben. Neue Lampen werden dann 2019 installiert, wenn auch die Obere Königsstraße saniert sein soll.

Kassel. Die Königsstraße bekommt ein neues Gesicht. Darüber wurde lange diskutiert, jetzt kann man endlich ein größeres Stück der Plattenbelags sehen.

Zwischen dem Königsplatz und der Hedwigstraße ist der erste Abschnitt fast fertig. Verlegt wurde ein hochwertiger Stein in drei verschiedenen Grautönen mit einer Mischung aus Beton und Basalt. Die Vorgabe war, dass der Stein optisch ansprechend sein soll und gleichzeitig leicht zu reinigen sowie lange ohne großen Verschleiß nutzbar ist.

„Wir haben das lange öffentlich mit Bürgern und Fachleuten diskutiert, ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen“, sagt Kassels Baudezernent Christof Nolda (Grüne).

Bis zur documenta, die am 10. Juni 2017 beginnt, sollen die Arbeiten an der Unteren Königsstraße abgeschlossen sein. Die grauen Steinplatten sind das Muster für die gesamte Umgestaltung von Kassels zentraler Meile. Das kostet zwischen Rathaus und Sternkreuzung 10,6 Millionen Euro. Nach einer Pause im documenta-Jahr sollen die Arbeiten noch bis 2019 dauern.

Über die Gestaltung hatte es im Vorfeld einige Debatten gegeben. Kritiker bemängelten in erster Linie die Festlegung auf einen grauen Belag für die Straße und in die Randbereiche. Die Planer begründen das mit dem ohnehin sehr unruhigen Stadtbild entlang der Königsstraße. Hier gebe es kaum zwei Häuser, die gleich oder auch nur ähnlich aussehen. Da soll der Belag nicht für weitere Unruhe sorgen.

Neben den grauen Platten wird es an der Einkaufsstraße demnächst mehr Grün geben. Zwischen Stern und Hedwigstraße lässt die Stadt in den nächsten Monaten zehn Bäume pflanzen. Damit die Wurzeln genügend Platz haben, werden Gruben ausgehoben.  Vorgesehen ist zudem ein Bewässerungssystem, damit die Bäume in dem schwierigen städtischen Umfeld möglichst gut versorgt sind.

Es gibt aber noch eine Reihe weiterer Veränderungen.

Die Wasserrinne

Es ist nur eine ganz schmale Rinne aus Edelstahl, aber sie soll viel bewirken. Während sich bei Regen rund um die bisherigen Gullys schnell Pfützen bildeten, gehört dieses Problem nach Angaben der Planer mit dem Umbau der Vergangenheit an. Das Wasser fließe gleichmäßig und schnell ab, Fußweg und Straße seien bald wieder trocken. Auch die Rutschgefahr verringere sich.

Die Anschlüsse

An der Unteren Königsstraße wurden in den vergangenen Monaten alle Anschlüsse und Versorgungsleitungen erneuert. Die Voraussetzungen für schnelles Internet sind auch durch Leerrohre gegeben, durch die später neue Kabel ohne Probleme verlegt werden können. Nach dem Umbau ist die Königsstraße technisch auf einem sehr modernen Stand.

Die Beleuchtung

Die bisherigen Laternen sollen durch platzsparende und energieeffiziente Hängeleuchten ersetzt werden. Allerdings erst zum Schluss der Sanierung. So lange will man die derzeit rasante Entwicklung auf dem Markt mit LED-Leuchten beobachten.

Die Feste

Für Märkte und Feste in der Innenstadt gibt es mit der Sanierung neue Anschlüsse für Strom und Wasser. Die sind kaum sichtbar und können mit wenigen Handgriffen aktiviert werden.


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