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Kommentar zum Friedrichsplatz: "Paradies der Penner"

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Die Trinker- und Drogenszene hält sich seit einigen Wochen wieder verstärkt auf dem Friedrichsplatz in Kassel auf. Gespräche mit der Szene haben lediglich einen vorbeugenden Charakter. Ein Kommentar von Frank Thonicke, Chef der Kasseler Lokalredaktion.

Da wird ungeniert in der Öffentlichkeit gekokst, Bierflaschen kreisen, die Bänke sind von Trinkern blockiert, große Hunde rennen frei herum. Es ist schon so weit, dass sich Frauen mit Kindern beim Einkaufsbummel in der City nicht mehr trauen, den Friedrichsplatz zu passieren. Kassels berühmtester Platz verkommt so zum Penner-Paradies.

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Und was macht die Stadt? Zugucken. Wir haben noch in Erinnerung, welches Hin und Her es um einen Trinkraum gab. Mit dem Ergebnis, dass die Szene jetzt den Friedrichsplatz zum Hauptquartier auserkoren hat. Das Bild, das Kassel mit einem seiner Aushängeschilder auch für seine Gäste abgibt, ist damit katastrophal. Die Geschäftsleute, die den Zustand beklagen, haben recht: Es muss dringend etwas getan werden. Denn die Passanten fragen sich ebenfalls zu Recht, warum Trinker und Junkies dürfen, was allen anderen verboten ist. Zum Beispiel ungeniert Rauschgift konsumieren und Hunde in der City frei herumlaufen zu lassen. Also, Stadt: Handeln, und zwar schnell.

Mail an den Autor: tho@hna.de

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