Kommentar zur Kriminalstatistik: Real und gefühlt

Kassel. 45.000 Straftaten in Nordhessen und deutlich mehr Einbrüche in Kassel: Das ist das Ergebnis der Kriminalstatistik. Ein Kommentar von Frank Thonicke.

Mancher Wetterbericht ist schon längst dazu übergegangen, neben der offiziell gemessenen Temperatur einen zweiten Wert zu veröffentlichen: Den der gefühlten Temperatur. Weil mancher bei null Grad so friert, als wären es minus fünf Grad. Für das Befinden der Menschen ist die gefühlte Temperatur vermutlich die wichtigere.

So ähnlich könnte es sich auch mit der Kriminalitätsstatistik verhalten: Subjektiv und objektiv ist es schlimm, dass die Wohnungseinbrüche so gestiegen sind. Wer mal Opfer war, weiß, was das an psychischen Belastungen mit sich bringt. Gut, dass wir es schwarz auf weiß haben, dass wir nicht gleich überfallen werden, wenn wir in Kassel unterwegs sind. Das sagt uns der Kopf - und unser Gefühl verbietet uns schon seit langem, nachts durch den Park zu laufen oder auf einsamen Wegen unterwegs zu sein.

Wer gewinnt also: Der Angsthase im Bauch oder der Held im Kopf? Schwer zu sagen. Wir machen uns Mut. Bangemachen gilt nicht und Köln ist ja weit weg – ganz objektiv gesehen.

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