Kommentar zur Liniennetzreform: Die KVG lenkt ein

Die KVG wollte vor allem bei den Buslinien in Kassel alles umkrempeln. Das kam bei vielen Bürgern gar nicht gut an. Ein Kommentar von Jörg Steinbach.

Noch nie gab es zu einem Vorhaben in Kassel so viel Kritik, Eingaben und Unterschriftenlisten. Jetzt hat das Nahverkehrsunternehmen nachgebessert und rückt von den ärgsten Zumutungen an die Kunden ab. Ursprünglich sollten zum Beispiel 26 Bushaltestellen in der Stadt gar nicht mehr angefahren werden. In der aktualisierten Netzreform sind davon noch höchstens fünf Haltestellen betroffen.

Mit dem erkennbaren Einlenken könnte die KVG schaffen, was der Quadratur eines Kreises gleicht: Kosten senken, gleichzeitig das Angebot für die Mehrzahl der Kunden verbessern und möglichst auch noch neue Fahrgäste gewinnen. Denn die roten Zahlen dürfen nicht steigen. Annähernd 17 Millionen Euro Verlust fährt die KVG jährlich ein. Mit insgesamt rund 28 Millionen Euro jährlich muss die Stadt Busse und Trams schon jetzt subventionieren. Mehr geht nicht, sonst droht der öffentliche Nahverkehr an die Wand zu fahren. ach@hna.de

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