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Kommentar zum Aus für das Pflaster auf Kasseler Straßen: Leiser und schneller

Kassel. Das holprig-polternde Pflaster soll aus fünf Kasseler Straßenabschnitten verschwinden. Das hat Vor- und Nachteile, findet HNA-Redakteur Andreas Hermann.

Einen Betrag von rund 1,5 Millionen Euro will die Stadt für die Fahrbahn-Erneuerungen aus dem insgesamt 43 Millionen schweren Investitionsprogramm lockermachen. Für die Stadt ist das eine gute Gelegenheit. Für die Anlieger der Straßen stellt das Aus für Pflastersteine kein Schnäppchen dar. Sie haben insgesamt Beiträge in etwa gleicher Höhe zu zahlen – ganz ohne Investitionsprogramm.

Natürlich ist es für die Anwohner gut, wenn die an ihnen vorbeifahrenden Autos künftig weniger Lärm verursachen, weil sie auf asphaltierten Straßen statt auf holprigen Pflastersteinen fahren. Aber leisere und glattere Fahrbahnen gehen oft auch mit schnellerem Fahren einher. Für die Anwohner hat der schlechte Straßenzustand nämlich auch Vorteile: Das Holper-Polter-Pflaster zwingt zur Geschwindigkeitsreduzierung und hält Autofahrer davon ab, die Straße als Ausweich- und Durchgangsverbindung zu nutzen. Darauf ist nach dem Ausbau zu achten.

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