Warum die Torten-Attacke auf AfD-Politiker einfach nur doof war

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Beatrix von Storch: Opfer einer Torten-Attacke in Kassel.

Zwei Torten landen im Gesicht von hochrangigen AfD-Politikern. Tatort: ein Kasseler Hotel. War das ein hilfreicher Protest gegen die rechtspopulistische Partei? Ein Kommentar.

Über lustige Tortenschlachten haben sich im Kino und vor dem Fernseher spätestens seit den frühen Film-Komödianten Oliver Hardy und Stan Laurel („Dick und Doof“) Generationen von Zuschauern köstlich amüsiert.

Die Wilhelmshöher Torten-Attacke auf die AfD finden wir einfach nur doof. Denn lustig ist daran gar nichts. Es ist auch eine physische Attacke, die in der politischen Auseinandersetzung nichts zu suchen hat. Das Entscheidende aber ist, dass die Gegner der AfD ihrem politischen Gegner damit geradezu in die Hände spielen.

Was wäre passiert, wenn es den Torten- Angriff nicht gegeben hätte? Gar nichts - niemand hätte davon Kenntnis genommen, dass AfD-Mitglieder in einem Wilhelmshöher Hotel tagen. Der vermeintliche Kuchen- Coup sorgt dagegen für bundesweite Aufmerksamkeit. Und liefert jenen Argumente, die davon überzeugt sind, dass es mit Recht, Sitte und Ordnung in Deutschland nicht mehr weit her sei. Der Wilhelmshöher Tortenwurf erwies sich so als Bumerang.

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