Kongress mit 2000 Erziehungswissenschaftlern an der Uni Kassel eröffnet

„Mammut“-Kongress: Johannes Bilstein (von links), Hans-Christoph Koller, Edith Glaser, Reiner Finkeldey, Maria Carolina Linares, Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD), Heidi Möller und Ute Clement (Vize-Präsidentin der Uni Kassel) eröffneten den Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft an der Uni Kassel. Foto: Konrad

Kassel. Die Integration von Flüchtlingen und die Bildung im digitalen Zeitalter sind die Schwerpunkte des 25. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), der bis Mittwoch, 16. März, an der Universität Kassel stattfindet.

Am Montag wurde der Kongress, an dem 2000 Menschen teilnehmen, im Campus Center der Universität eröffnet.

Partnerland Argentinien

Erstmals hat der Kongress mit Argentinien ein Partnerland. Die Partnerschaft soll zu einer größeren Internationalisierung des Kongresses und einer engeren Zusammenarbeit von Wissenschaftlern in aller Welt führen, sagte Professorin Edith Glaser, Sprecherin des lokalen Organisationskomitees. Die Universität Kassel pflegt seit dem vergangenen Jahr bereits strategische Partnerschaften zu insgesamt sechs argentinischen Universitäten.

Die argentinische Botschaftssekretärin Maria Carolina Linares bezeichnete Bildung als wichtiges integratives Element. „Bildung kennt keine Grenzen“, sagte sie.

Uni-Präsident Professor Reiner Finkeldey zeigte sich von der hohen Zahl der wissenschaftlichen Beiträge beeindruckt. Mit 469 sind es die meisten, die bisher bei den DGfE-Kongressen eingereicht wurden.

Professorin Heidi Möller, Dekanin des Fachbereichs Humanwissenschaften, rief die Teilnehmer dazu auf, gemeinsam Räume der vielfältigen Bildungslandschaft auszuloten. „Räume für Bildung. Räume der Bildung“ lautet das Thema des Kongresses. Im Zusammenhang mit der Integration von Flüchtlingen hob sie auch die Angebote hervor, die an der Universität Kassel entstanden sind, etwa psychosoziale Beratungsangebote.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen erhofft sich von dem Kongress auch konkrete Ansätze, die auf politischer Ebene aufgegriffen und zur besseren Integration von Flüchtlingen beitragen können. In Kassel leben derzeit etwa 3600 geflüchtete Menschen.

Preisverleihung

Nach der offiziellen Eröffnung des Kongresses durch den DGfE-Vorsitzenden Prof. Hans-Christoph Koller und den Eröffnungsvortrag von Prof. Johannes Bilstein von der Kunstakademie Düsseldorf über den „Raum als pädagogische Kategorie“, wurde der Ernst-Christian-Trapp-Preis 2016 vergeben. Mit dem Preis werden innovative und unkonventionelle wissenschaftliche Leistungen im Fach Erziehungswissenschaften ausgezeichnet. Den Preis erhielt der 71-jährige Erziehungswissenschaftler Prof. Heinz-Elmar Tenorth. Er habe sich stets als nüchtern-kritischer Beobachter in der Geschichte der Erziehung und der Erziehungswissenschaft erwiesen, würdigte ihn Koller. Tenorth war bis zu seiner Emeritierung Professor für Historische Erziehungswissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin. (pmk)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.