Selbstversuch

Extrem-Wanderung Grimmsteig: So bereitet man sich auf 111 Kilometer vor

Schnürt seine Wanderstiefel: HNA-Volontär Dominik Brück wagt sich an die Extrem-Wanderung während der Grimmsteig-Tage. Foto: Vollmann/nh

Kreis Kassel. Zum fünften Jubiläum der Grimmsteig-Eröffnung bieten die Grimmsteig-Tage eine neue Herausforderung: 111 Kilometer Extrem-Wandern. HNA-Volontär Dominik Brück wagt sich im Selbstversuch an die Langstrecke heran.

Horst Hoffmann ist ein Profi, wenn es darum geht, fordernde Wanderungen zu bewältigen. Der 67-jährige Organisator der Grimmsteig-Tage ist schon auf der ganzen Welt unterwegs gewesen, wanderte zum Beispiel im Himalaya und in den Anden. Strecken von mehr als 100 Kilometern kennt er daher aus eigener Erfahrung und bietet während der Grimmsteig-Tage vom 24. bis 26. Juni erstmals eine Extrem-Wanderung über 111 Kilometer an.

„Wer sich für eine solche Langstrecke anmeldet, weiß, worauf er sich einlässt“, erklärt mir der Kaufunger, während wir einen Teil der geplanten Strecke entlang wandern. Ich, HNA-Volontär Dominik Brück, weiß nicht so genau, worauf ich mich eingelassen habe, als ich mir vornahm, an der extremen Herausforderung teilzunehmen.

Für den Weg, der in Dörnhagen starten und mich einmal um den Grimmsteig herum zur Niester Königs-Alm führen wird, sind 30 Stunden vorgesehen. In dieser Zeit werde ich nicht schlafen und insgesamt 3000 Höhenmeter überwinden.

„Strecken über 30 Kilometer gehen schon über das hinaus, was der Durchschnitt in Deutschland leisten kann“, sagt Hoffmann auf einem schmalen Waldweg irgendwo in der Nähe von Nieste. „Wer sich an mehr heranwagt, tut das, um über die eigenen Grenzen zu gehen.“ Aus diesem Grund gehe es auch nicht darum, als Erster anzukommen, sondern die Strecke überhaupt zu schaffen. Das will ich auch, einfach nur ankommen. Mit mir werden rund 50 andere Wanderer auf der Extremstrecke unterwegs sein, schätzt Hoffmann. „20 Prozent davon werden am Ende wohl nicht durchlaufen, zeigt die Erfahrung.“

Damit ich am Ende erfolgreich ins Ziel komme, rät Hoffmann mir zu einer guten Vorbereitung: „Wenn die Füße bis 50 Kilometer mitmachen, machen sie auch bis 80 Kilometer mit. Wenn sie es bis dahin schaffen, klappen auch Strecken über 100 Kilometer.“

Ich werde mich also in den kommenden Wochen Stück für Stück an die Entfernung herantasten und dabei verschiedene Strecken auf dem Grimmsteig zum Üben nutzen. Die gleichen Strecken zwischen zehn und 58 Kilometern können Besucher der Grimmsteig-Tage auch wandern.

Über Tipps und Unterstützung während meiner Vorbereitung und auf der Langstrecke freue ich mich auf Twitter unter @dobrueck oder meiner E-Mail dbr@hna.de. Informationen zu den einzelnen Angeboten der Grimmsteig-Tage gibt es unter www.grimmsteig.de

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