2200 Schüler schnuppern in Berufe bei der Jobmesse Vocatium in Vellmar

Reinschnuppern bei der Bundespolizei: Laura Diehl (16, von links), Charlotte Otto (15), Jara Neubauer (15) von der Luisenschule Kassel und Lion Schaumburg (15) von der Elisabeth-Knipping-Schule in Kassel informierten sich auf der Vocatium bei Thomas Reinhardt, Einstellungsberater, über eine Karriere bei der Bundespolizei. Foto: Geier

Vellmar. Laura, Charlotte und Jara sind gut vorbereitet. Mit vielen Fragen im Kopf steuert das Trio der Luisenschule in Kassel zielstrebig den Stand der Bundespolizei an.

Sie zählen zu den 2200 Schülern, die sich bei der Jobmesse Vocatium in diesem Jahr am heutigen Mittwoch und morgigen Donnerstag über berufliche Perspektiven informieren.

Viele Schüler nutzten bei der Messe die Gelegenheit, gleich mehrere Betriebe zu besuchen und sich vor Ort zu informieren. „Insgesamt wurden allein 5400 Gesprächstermine vorab arrangiert“, sagt Melanie Wolf vom Institut für Talententwicklung (IfT), das die Messe zum sechsten Mal in der Mehrzweckhalle in Frommershausen organisiert hat. Unter den 49 Ausstellern sind 29 Ausbildungsbetriebe, elf Hochschulen, fünf Beratungsinstitutionen und vier Fachhochschulen.

„Einige der Schüler interessieren sich für einen Auslandsaufenthalt oder ein Studium“, sagt Wolf. Aber auch Ausbildungsplätze bei der Bundeswehr, in technischen Berufen und bei der Polizei seien gefragt. Darüber freut sich auch Thomas Reinhardt, Einstellungsberater der Bundespolizei.

215 Gesprächstermine sind im Vorfeld vereinbart worden, viele Jugendliche schauen aber auch ohne einen Termin vorbei und informieren sich. „Das ist gut, denn wir müssen wegen der Flüchtlingskrise 3000 neue Stellen besetzen“, berichtet er. Nach der Ausbildung in Eschwege würde man in Bahnhöfen, an Flughäfen oder bei der Bereitschaftspolizei eingesetzt.

Etwas zögerlich wagte sich Celine Schmidt an den Stand mit den vielen jungen Menschen in blauen Polohemden heran. Von der Technoform Group aus Fuldabrück hat sie noch nie gehört. Vielleicht deshalb, weil sie zum ersten Mal auf der Kasseler Jobmesse Vocatium ist.

Auf der Fachmesse für Ausbildung und Studium hat die Jugendliche, die auf die Heinrich-Grupe-Schule in Grebenstein geht, Beratungstermine bei der Kasseler Bank, beim IT-Unternehmen Quindata und bei Schenker, Logistikunternehmen der Deutschen Bahn. Eine bunte Mischung, denn sie will verschiedene Berufe erst einmal kennenlernen.

Erst vor kurzem absolvierte sie ein dreiwöchiges Praktikum im Kindergarten. Jetzt weiß sie, dass der Beruf für sie nicht infrage kommt. Celine weiß schon jetzt, dass es etwas Technisches sein soll. „In der Schule habe ich Spaß an Informatik und Physik, jetzt will ich auch einen technischen Beruf erlernen“, erklärt die 16-Jährige. Was Eritrea Keflai, Auszubildende bei Technoform, erzählt, findet sie sehr spannend. Denn bei dem Unternehmen könnte sie Logistikerin werden oder Maschinenführerin.

• Am Donnerstag besuchen die MT-Spieler Johannes Sellin, Tim Schneider und Marino Maric ab 13 Uhr die Jobmesse für eine Autogrammstunde.

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