Hohe Fördersumme in Aussicht

Ahnatal hofft auf Millionen vom Bund für Gemeindezentrum Heckershausen

+
Soll saniert werden: Das Gemeindezentrum in Heckershausen. Hier mit Blick auf den Eingang zum Gemeindesaal und den Kindergarten Heckershausen (rechts).

Ahnatal. Das Gemeindezentrum Heckershausen könnte in den nächsten drei Jahren für knapp sieben Millionen Euro saniert werden - ohne große Ausgaben der Gemeinde Ahnatal.

Möglich werden soll das mit Hilfe des Zukunftsinvestitionsprogramms des Bundes. Das fördert die Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur, bundesweit stehen dafür 140 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit großer Einigkeit beschlossen die Ahnataler Gemeindevertreter bei einer Sondersitzung, einen Antrag auf Förderung aus dem Investitionsprogramm zu stellen. Die geplante Investitionssumme beträgt 6,85 Millionen Euro. Im Rahmen des Förderprogramms wird eine Förderung von 45 Prozent in Aussicht gestellt. Bei einer Kommune, die sich in einer Haushaltsnotlage befindet, kann die Förderquote auch 90 Prozent erreichen. Wie Bürgermeister Michael Aufenanger berichtete, hat die Kommunalaufsicht der Gemeinde eine solche Notlage bereits bescheinigt. Sollte die Sanierung des Gemeindezentrums mit der höchstmöglichen Förderung in das Programm aufgenommen werden, dann bedeutet das für die Finanzierung: Der Bund trägt 90 Prozent der Investitionssumme, also 6.165.000 Euro, die Gemeinde Ahnatal 685.000 Euro.

Das Konzept für die Sanierung mussten die Mitarbeiter der Verwaltung innerhalb kürzester Zeit aus dem Boden stampfen. Anfang November stieß die Gemeinde auf das Förderprogramm, am 13. November endete die Bewerbungsfrist. Bis zum 4. Dezember musste die Gemeinde den oben genannten Beschluss der Gemeindevertretung nachreichen.

Sanierungsbedürftig: Das Gemeindezentrum in Heckershausen soll zu einer interkulturellen Begegnungsstätte werden.

Laut Konzept soll das Gemeindezentrum modellhaft mit Passivhauselementen saniert werden. Darüber hinaus sollen die Kegelbahn und die alte Gaststätte zu einer interkulturellen Begegnungsstätte für Jung und Alt umgestaltet werden. Gedacht sei an ein Zusammenspiel von gemeindlicher Jugend- und Seniorenarbeit sowie ehrenamtlicher Geschichtsarbeit, erläuterte der Bürgermeister. 

„Der Vorteil ist, dass das Gemeindezentrum alles vereint, was in den drei Bereichen gefordert ist“, sagte Aufenanger mit Blick auf die Nutzung der Räumlichkeiten für kulturelle Veranstaltungen und durch Sportschützen, Musikverein, Bücherei, Dienstleistungszentrum und Kindergarten. Das erhöhe die Chancen auf eine Förderung. Wann die Gemeinde erfährt ob ihr Projekt gefördert wird, steht laut Bürgermeister noch nicht fest. Er rechnet mit einer Bekanntgabe im ersten Quartal 2016.

Die Fraktionen lobten die schnelle Arbeit der Verwaltung und sprachen sich einhellig für das Projekt aus. „Es herrscht erfreulicherweise eine große Einigkeit hier“, sagte Dr. Volker Olbrich von den Grünen. Thomas Dittrich-Mohrmann (SPD) erklärte, das Konzept stelle dar, wofür Kommune stehe, nämlich „für eine Gemeinschaft aus vielen Menschen“. Und Rüdiger Reedwisch (CDU) betonte: „Wenn wir den Zuschlag bekommen ist das für unsere Gemeinde wie ein Sechser im Lotto“.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.