Mehr Hausgemeinschaften für Senioren

Eingang zum Kammerberg in Ahnatal wird 2017 Großbaustelle

Unübersichtlich: Autofahrer wissen an der Einmündung der Straße Am Kreuzfeld (Mitte) auf die Straße am Kammerberg (links) häufig nicht, welche Fahrbahn sie beim Einbiegen benutzen sollen. Das soll sich durch den Umbau der Straße ändern. Foto: Dilling

Ahnatal. Der Ortseingang vom Kammerberg aus Richtung Weimar wird nächstes Jahr wahrscheinlich zur Großbaustelle: Der G&G-Pflegedienst will seine erst vor einem guten Jahr eröffneten Hausgemeinschaften für Senioren mehr als verdoppeln.

Gleichzeitig wird wohl die Zubringerstraße „Am Kreuzfeld“, die direkt am Komplex der Seniorenwohngemeinschaften vorbeiführt, umgebaut und entschärft. Das könnte eine Herausforderung werden, sagte Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU) während der jüngsten Gemeindevertretersitzung.

Die Herausforderung nimmt die Gemeinde aber offensichtlich gern an. Im Gemeindeparlament wurden beide Projekte einhellig begrüßt und grünes Licht für die notwendige Änderung des Bebauungsplans und eine Straßenbauvariante für rund 700 000 Euro signalisiert.

Auf dem bisherigen Bolzplatz (hinter dem Leuchtturm), will Kai Gnidtke ein weiteres Haus mit direkter Verbindung zum bestehenden Gebäude errichten. 

Für die einhellige Zustimmung gibt es zwei Gründe: Das Konzept der Hausgemeinschaften, das älteren Menschen im stationären Bereich ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Lebensqualität erhalten soll, hat sich in kurzer Zeit einen guten Ruf erworben. Es gibt bereits eine lange Warteliste von Interessenten.

Kai Gnidtke, Inhaber des Pflegedienstes, hat für die Erweiterung um 36 Pflegeplätze, darunter zwölf Kurzzeit- und Palliativpflegeplätze, nach eigenen Angaben das Gelände des Bolzplatzes unterhalb des bestehenden Pflegewohnhauses, das 24 Senioren Platz bietet, erworben. Gnidtke hatte 2,2 Millionen Euro investiert. Die Größenordnung für das neue Projekt dürfte ähnlich hoch sein.

Gleichzeitig befindet sich die Straße „Am Kreuzfeld“ in einem „katastrophalen Zustand“, wie es CDU-Fraktionschef Rüdiger Reedwisch formuliert. Sie ist von Schlaglöchern übersät, bröckelt an den Fahrbahnrändern ab und mündet in einem breiten Dreieck auf die Straße „Am Kammerberg“.

Diese Einmündung soll durch den Umbau übersichtlicher werden. Daneben sind Bushaltestellen-Unterstände, ein Radweg und senkrecht zur Straße angelegte Parkplätze geplant. Ferner wird die Brücke neben dem Ahna-Grill nach Westen verschoben, um sie zu begradigen. Sie verläuft derzeit in einer Kurve, was eine einseitige Belastung durch den Verkehr zur Folge hat.

Wegen leerer Kassen könnte die Gemeinde dieses Straßenbauprojekt gar nicht stemmen. Auf der Liste von Förderprogrammen kam sie bisher nicht zum Zug. Doch im Frühjahr hatte Ahnatal unverhofft Glück: Ein Teil der Mittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsprogramm floss ans Land zurück, schon bereitgestelltes Geld für nicht realisierte Projekte.

Die Gemeindeverwaltung nutzte die Gunst der Stunde und strickte in kurzer Zeit eine Vorplanung. Daher kann sie eine Förderung in Höhe von drei Viertel der zuschussfähigen Kosten erwarten. Baubeginn könnte im Frühjahr 2017 sein, ebenso wie für den Erweiterungsbau des Pflegedienstes.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.