In Heckershausen entsteht seniorengerechter Wohnraum

Bauprojekt in Heckershausen: Auf dem Gelände des Weißen Kreuzes entsteht derzeit die „Wohnanlage am Gehrenstück“. Gebaut werden vier dreigeschossige Häuser mit insgesamt 39 Wohnungen. Foto: privat / nh

Ahnatal. In den eigenen vier Wänden selbstbestimmt leben bis ins hohe Alter - diesen Wunsch haben viele Menschen. Doch oft wird das Eigenheim nach dem Auszug der Kinder zu groß, die Pflege von Haus und Garten zu aufwendig.

In Heckershausen ist jetzt der Startschuss für ein Bauprojekt gefallen, das seniorengerechtes Wohnen in Eigentumswohnungen anbietet.

Auf dem Gelände des Weißen Kreuzes entsteht derzeit die „Wohnanlage am Gehrenstück“. Gebaut werden vier dreigeschossige Häuser mit insgesamt 39 Wohnungen, die alle barrierefrei zugänglich sein werden. Baubeginn war Anfang Oktober, die ersten Wohneinheiten sollen spätestens im März 2017 bezugsfertig sein. Die Eigentumswohnungen haben eine Größe von 65 bis 160 Quadratmetern, die meisten werden etwa 100 Quadratmeter groß sein. Bauherr ist die Heimdall Gehrenstück GmbH. Die Investitionssumme für die Wohnanlage liegt laut Geschäftsführer Matthias Zimmermann bei rund 11 Millionen Euro.

Gesellschaft gegründet 

Zimmermann gehört gemeinsam mit Jörg Stehler zu den Initiatoren des Projektes. Mit Blick auch auf die eigenen Eltern hatten sie nach Wohnformen für ältere Menschen gesucht, die selbstbestimmt leben wollen. „Doch wir haben nichts Passendes gefunden“, erklärt Zimmermann. So entschlossen sich die Initiatoren, ihre Ideen für ein selbstbestimmtes, generationengerechtes Wohnen selbst in die Tat umzusetzen. Dafür gründeten sie zunächst eine Projektgesellschaft und später die Heimdall Gehrenstück GmbH.

„Wir kommen aus Ahnatal. Uns ist es wichtig, dass das gut wird“, sagt Zimmermann. Neben der Barrierefreiheit legen er und seine Mitstreiter Wert auf einen hohen Grad an Sicherheit. „Wir haben uns vom Polizeipräsidium Kassel bei der Planung beraten lassen und bewerben uns um das Gütesiegel ,Sicher Wohnen in Hessen‘“, erklärt er. Zum Sicherheitskonzept gehören zum Beispiel einbruchsichere Fenster und Terrassentüren, ringsum einsehbare Treppenhäuser mit Glasaufzug sowie Gegensprechanlagen mit Monitor.

Die L-förmigen Häuser werden in Massivbauweise errichtet und entsprechen modernen Energiestandards (KfW40). Jeweils zwei Häuser teilen sich einen offenen Innenhof. Dort soll es unter anderem eine Grillecke und Hochbeete geben. Erschlossen wird die Wohnanlage über eine Privatstraße. Das gesamte Projekt entsteht auf einer etwa 14 000 Quadratmeter großen Fläche.

Zum Konzept gehört auch ein sogenannter Concierge-Kümmerer-Service, in dessen Rahmen ein Ansprechpartner fünf Tage in der Woche zur Verfügung stehen soll. An ihn können sich die Bewohner wenden, wenn sie etwa ein behördliches Schreiben nicht verstehen, Hilfe bei der Organisation eines Theaterbesuches brauchen oder Informationen zum Antrag von Pflegestufen wünschen.

„Im Idealfall entsteht hier eine schöne Gemeinschaft. Und die Menschen können in einer tollen Umgebung in Ruhe alt werden“, sagt Zimmermann.

Von Meike Schilling

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