Tiere helfen bei Stressabbau

In Ahnatal mit dem Lama an der Leine entspannen

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Tierisch gute Zusammenarbeit: Die beiden eigens ausgebildeten Lamas Pelé (links) und Henry (rechts) unterstützen Heilpraktikerin Claudia Scheffler bei ihrer therapeutischen Arbeit in Heckershausen. 

Ahnatal. Lamas strahlen Ruhe und Gelassenheit aus. Das nutzt die Ahnataler Heilpraktikerin Claudia Scheffler für ihre Arbeit. Mit Henry und Pelé hat sie zwei tierische Helfer.

Gleich zwei Therapeuten stehen Claudia Scheffler aus Ahnatal zur Seite: Henry und Pelé. Intelligent und einfühlsam reagieren die beiden Herren auf das kleinste Zucken ihres Zeigefingers. Aufmerksam lauschen die sanftmütigen Kerle dem Klang ihrer Stimme und warten geduldig auf das Zungenklacken, mit dem die 48-Jährige ihnen zu verstehen gibt, dass sie loslaufen sollen.

Klar, dass es sich bei ihren beiden Mitarbeitern, die die Heilpraktikerin auf dem Gebiet der Psychotherapie in den vergangenen Jahren selbst ausgebildet hat, um Tiere handelt: Claudia Scheffler besitzt zwei Lamas. Die beiden Wallache helfen ihr bei der tiergestützten Therapie, die sie in ihrer Praxis an der Harleshäuser Straße in Heckershausen anbietet.

Entspannt: Von der geduldigen und sanftmütigen Art ihrer Lamas Henry (links) und Pelé ist Besitzerin Claudia Scheffler begeistert.

„Lamas sind bestens für die therapeutische Arbeit mit Menschen geeignet. Ihre großen, dunklen Augen und ihre eleganten Bewegungen lassen schnell Berührungsängste verschwinden“, schwärmt Claudia Scheffler, die seit 13 Jahren auch als pharmazeutisch-technische Assistentin in einer Apotheke arbeitet. Sie selbst sei vor einigen Jahren von der Leidenschaft ihres Sohnes angesteckt worden, der begeistert von einer Lama-Wanderung zurückkehrte.

„Ihre Ruhe und Gelassenheit überträgt sich auf den führenden Menschen“, sagt die Therapeutin, während sie durch das weiche Fell an Henrys Hals streichelt. „Hören Sie, wie er geschluckt hat? Das bedeutet, dass er entspannt ist. Lamas spiegeln das Verhalten der Menschen wider. So können wir gezielt an unserer Körpersprache und unter anderem Kommunikation arbeiten“, erläutert die Expertin. „Gehe ich dominant auf sie zu, weichen sie zurück. Bleibe ich zum Beispiel gelassen, entspannen sie sich ebenfalls.“

In ihre Praxis – ein Stallgebäude mit angrenzender Weide – können Kinder ab zehn Jahren und Erwachsene bis ins hohe Alter kommen. „Trittsicher sollten sie sein, da die Therapie immer im Freien stattfindet – also auf dem Paddock oder auf der Weide. Hier führen wir die Lamas, wir reiten nicht auf ihnen“, betont Claudia Scheffler.

Bei Stress und Erschöpfung, belastenden Konflikten, depressiven Verstimmungen, Trauer, Ängsten und unter anderem körperlichen Störungen wie Reizdarm oder Neurodermitis könne die Lamatherapie helfen, zählt sie auf. Aber auch bei Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsstörungen und beispielsweise Lernschwäche wirke sich die intensive Arbeit mit den Tieren positiv aus.

Während der Einzeltherapiestunden, die von vielen Krankenkassen unterstützt würden, stehe der Kontakt zwischen Mensch und Lama im Vordergrund, so Claudia Scheffler: „Zwar gibt es ein Vorgespräch, doch werden wir nicht stundenlang reden. Viel wichtiger ist, durch den Umgang mit den Lamas alle Sinne zu schärfen und dadurch neue Kraft für Körper, Seele und Geist zu schöpfen.“ 

www.lamatherapie-ahnatal.de

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