Besonderes Gewächshaus

In Ahnatal wächst eine Japanische Banane

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Hinter der großen Blüte verstecken sich die kleinen Bananen.

Ahnatal. Im Garten von Gärtnermeister Jörg Ickenstein in Ahnatal-Heckershausen treffen exotische Pflanzen wie Kakteen und Maronenbaum auf Naturteich und mediterrane Dekoelemente.

Eine Japanische Faserbanane sticht schon von Weitem ins Auge, rahmt sie zugleich den Eingang der einzigartigen Anlage.

Zwei bis drei Meter Länge können die Blätter dieses bis zu vier Meter hohen Exoten erreichen, die sich sattgrün und leicht transparent gen Himmel erstrecken. Das Besondere: In diesem Jahr trägt die winterharte Staude von Jörg Ickenstein erstmalig zwei gelbliche Blüten mit kleinen, grünen Bananenfrüchten. Die Früchte werden aus botanischer Sicht als Beeren bezeichnet und können eine Länge von fünf bis sieben Zentimetern erreichen. Genießbar sind sie allerdings nicht, wie der Gärtnermeister erklärt. Denn wegen der zu kurzen Vegetationsperiode reifen die Früchte nicht genügend aus.

Vor ungefähr fünf Jahren kaufte Jörg Ickenstein einen der exotischen Ableger in einem Garten-Center. Nachdem er ihn in einem Kübel kultiviert hatte, pflanzte er ihn schließlich an dem sonnigen Platz in seinem Naturgarten aus. Seither entwickelt sich die Japanische Faserbanane prächtig und hat sogar schon einige neue Ableger vorzuweisen. „An sich ist die Pflanze recht pflegeleicht und hat auch außer der Wühlmaus keine natürliche Feinde. Sonne, Windschutz, viel Wasser und ein bisschen düngen reichen in der Regel.“ Neben der wöchentlichen Düngung behandelt Jörg Ickenstein die Banane einmal im Monat zusätzlich mit Blaukorn.

In kalten Wintern braucht der Exot allerdings besondere Pflege. Hierfür werden die Stauden jedes Jahr bis auf etwa einen halben Meter gestutzt und mit Noppenfolie und Drahtgeflecht umwickelt. Da auf der Gartenanlage bisher kein Strom vorhanden war, ließ sich der Gärtnermeister etwas Besonderes einfallen. Er platzierte zwischen den abgeschnittenen Stauden eine Reihe von 48-Stunden-Lichtern, die eine ideale Temperatur von etwa plus fünf Grad erzeugten.

Da die Familie auf dem angrenzenden ehemaligen Gemüseacker derzeit ihr Eigenheim baut, ist nun auch für Strom gesorgt. Zwar überlegt Jörg Ickenstein, die Japanische Faserbanane im nächsten Winter mit einer elektrischen Wärmequelle zu versorgen, jedoch sei die kostengünstigere Wärmeversorgung mittels Lichter bisher sehr effektiv gewesen.

In der Regel verbringt er vier bis fünf Stunden in seinem mediterranen Naturgarten. Mit dem Umzug in das neue Haus kann die Familie das Urlaubsgefühl schon bald täglich genießen. Die Japanische Faserbanane bleibt dabei aber der unangefochtene Star dieser einzigartigen Anlage und wird durch die ideale Pflege noch lange Freude bereiten - ob mit oder ohne essbare Bananen.

Von Lisa Beutler

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