Sanierung: Neue Decke für Hartplatz in Ahnatal

Soll kostengünstig saniert werden: Der Hart- und Festplatz der Gemeinde Ahnatal bekommt eine neue Deckschicht. Bürgermeister Michael Aufenanger hofft auf eine kostengünstige Lösung. Foto: Kisling

Ahnatal. Der Ahnataler Hart- und Festplatz wird erneuert: In den kommenden Monaten soll die Oberfläche grundlegend saniert und ausgetauscht werden.

„Nach zwölf Jahren ist dies eine normale und notwendige Maßnahme“, erklärt Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU). Die genauen Kosten der Erneuerung der Deckschicht stehen derzeit noch nicht fest. Die ursprünglichen 70.000 Euro, die im Investitionsplan standen, sollen aber definitiv verringert werden.

Das Ziel der Gemeinde ist es, die Kosten auf rund 15.000 Euro zu begrenzen. Daher werden zurzeit verschiedene Angebote zur Sanierung eingeholt.

Dringend ist die Maßnahme derzeit ohnehin nicht. Mit dem Ende des Winters ziehen die Fußballer, die den Platz hauptsächlich nutzen, wieder auf die Rasenplätze an der Triftstraße und der Stahlbergkampfbahn um. Es bleibt also bis zum kommenden Herbst Zeit, um Angebote zu vergleichen und die Sanierung der Oberfläche in Angriff zu nehmen.

Der Platz wird von den Fußballern der Jugendspielgemeinschaft (JSG) und der Spielgemeinschaft (SG) Ahnatal zum Training genutzt. Zum Spielbetrieb ist er in seiner zwölfjährigen Geschichte noch nicht genutzt worden, da keine offizielle Anmeldung erfolgt ist. Diese kann aber jeweils zu Saisonbeginn gestellt werden, sodass ein normaler Serien-Spielbetrieb möglich wäre.

Bei den Vereinen ist der Hart- und Festplatz umstritten. Insbesondere die Fußballer wünschen sich einen Kunstrasenplatz. Zumal die Fläche im Sportkomplex der Rasenallee fast ausschließlich für den Fußball benötigt wird. Für festliche Aktivitäten ist der Platz nicht geeignet, da keine Befestigungseinrichtungen in den Boden eingetrieben werden dürfen und der Platz mit Fahrzeugen nicht befahrbar ist.

Nach der einmaligen Nutzung zur 900-Jahr-Feier im Jahr 2006 des Ortsteils Heckershausen fand keine Veranstaltung mehr auf dem Hart- und Festplatz statt.

Günstige Lösung erarbeiten

Den Wunsch nach einem Kunstrasenplatz kann Bürgermeister Michael Aufenanger nachvollziehen: „Natürlich wäre unter sportlichen Gesichtspunkten ein Kunstrasenplatz wünschenswert.“ Aber dabei dürfe nicht vergessen werden, dass es sich bei dem Hartplatz um eine der neuesten Infrastrukturmaßnahmen der Gemeinde handele.

Diese zu ersetzen, hieße, weitaus sanierungsbedürftigere Projekte hinten anzustellen. Zumal der Hartplatz den Ansprüchen für den Trainingsbetrieb genüge. Daher sei es eine Sache der Vereine, sich aktiv mit einzubringen und eine kostengünstige Lösung zu erarbeiten.

Wie das funktioniert, hat nur zweihundert Meter entfernt der RSC Weimar-Ahnatal vorgemacht, der die BMX-Arena, in der mittlerweile internationale Rennen stattfinden, größtenteils in Eigenleistung errichtete. Mit dem entsprechenden Engagement kann es so auch ein Kunstrasenplatz auf die politische Agenda der Gemeinde schaffen. (ptk)

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