FTSV Heckershausen will Stahlbergbaude sanieren

FTSV favorisiert Sanierung für 600.000 Euro - Neubau wäre doppelt so teuer

Neubau oder Sanierung: Die Stahlbergbaude wurde in ihrem ältesten Teil bereits 1948 errichtet. Später wurde mehrfach angebaut, überwiegend in Eigenleistung. Foto:  Dilling

Ahnatal. Das Dach ist marode, Die Holzkonstruktion ist brüchig, die Möglichkeiten der Kücheneinrichtung sind überschaubar, Wärmedämmung ist Fehlanzeige, die Elektrik ist erneuerungsbedürftig, die Fliesen sind es auch:

Die Stahlbergbaude an der Rasenallee, das gemeindeeigene, vor weit über 50 Jahren weitgehend in Eigenleistung errichtete Domizil des FTSV Heckershausen, muss dringend saniert werden. Am liebsten würde der Verein damit schon 2016 beginnen. Doch die Gemeindevertretung hat einen Teil der geplanten Kostenbeteiligung der Gemeinde erst mal auf Eis gelegt: Der Verein müsse darlegen, dass eine Sanierung wirtschaftlicher sei als ein Neubau.

Für Hans-Jürgen Widmer, stellvertretender Vorsitzender des FTSV, ist das keine Frage: Die Sanierungskosten seien zunächst grob auf 400 000 Euro geschätzt, nach genaueren Berechnungen eines Architekten dann auf gut 600.000 Euro veranschlagt worden. „Ein Abriss und ein Neubau mit dem gleichen Raumangebot würden knapp 1,2 Millionen Euro kosten“, erklärte Widmer.

Der Anteil der Gemeinde, die die Funktionsräume im Keller nutzt und auch für den Clubraum der Tennisspielgemeinschaft TSG zuständig sei, würde dann laut Manfred Schröder, früherer FTSV-Vorsitzender und Mitglied im Bauausschuss, auf 575 000 Euro steigen. Der finanzielle Aufwand für einen Neubau sei auch für den Verein kaum zu schultern, zumal der FTSV keinerlei Zuschüsse von Sportverbänden für das Sanierungsprojekt erhalte. „Zuschüsse gibt es nur für Sportstätten“, sagt Widmer. Mit dem Verkauf von „Bausteinen“ für die Sanierung hoffe man, Einnahmen in der Größenordnung von 10.000 Euro zu erzielen.

Gegenüber einem Neubau sieht Widmer nicht nur eine Kostenersparnis. Die Sanierung könne Schritt für Schritt erfolgen. So sei geplant, den Mittelteil abzureißen. Die dort befindliche Küche des vom FTSV unterverpachteten Gaststättenbetriebs, der Sky Sportsbar, könnte solange in den Clubraum des Gebäudes umziehen. Die Bewirtung müsste nicht eingestellt werden. Alles in allem könne eine Sanierung in nur vier oder fünf Monaten über die Bühne gehen und zudem in die veranstaltungsarme Zeit gelegt werden.

Widmer hält die Sanierungsvariante auch auf lange Sicht für die bessere Alternative. Irgendwann in fernerer Zukunft werde es vielleicht - wie bei der Feuerwehr schon geschehen - zu einem Zusammenschluss Ahnataler Vereine kommen. Dann müsse ein zentrales Vereinsheim mit ganz anderen Anforderungen errichtet werden.

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