Auch Kinder sprachen mit: Bürgerversammlung zu Umbau und Sanierung von Spielplätzen

Vorbildlich: Der von einer Elterninitiative unterstützte Kinderspielplatz im Parkgelände am Haus des Gastes und der Gaststätte Da Vinci in Söhrewald-Eiterhagen. Unser Bild zeigt spielende Kinder im August 2015. Fotos: Wohlgehagen

Söhrewald. Bürgermeister Michael Steisel (SPD) will seine Bürger mit einbeziehen, wenn es um die Sanierung und den Umbau von Spielplätzen geht.

Das sagte er bei der Vorstellung der „Spielleitplanung“ während einer Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Eiterhagen.

Dem Zukunftskonzept des Ingenieurbüros Stadt+Natur (Kassel) liegen eine Untersuchung über die Kinderdichte in den Ortsteilen und dezidierte Spielplatzbewertungen für die bestehenden Spielplätze zugrunde.

Angebote sind rückläufig

Die Gemeinde mache sich seit ein paar Jahren Gedanken über die Spielplätze. Der Bedarf sei auch durch das ganztägige Angebot in Kindergärten und Grundschule zurückgegangen. Jetzt liegen konkrete Vorschläge auf dem Tisch, die man nach und nach abarbeiten könne, sagte der Verwaltungschef.

Um es vorwegzunehmen: Im Ortsteil Wattenbach wird nach der Neugestaltung des Spielplatzes am alten Sportplatz wenig Handlungsbedarf gesehen. Das gelte auch für die Anlage in Eiterhagen, sagte der für das Konzept verantwortliche Landschaftsarchitekt Karl Scheili. In beiden Fällen habe es eine wertvolle Mitwirkung interessierter Eltern gegeben, so der Planer.

Die meisten Kinder der Gemeinde wohnen im Ortsteil Wellerode. Hier soll ein Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus eine Versorgungslücke für Kleinkinder schließen. An dieser Stelle und am Rathaus sind außerdem Mehrgenerationenangebote als Treffpunkte für Eltern mit Boule oder Schachtischen geplant. Großes Potenzial sehen die Planer für alle Altersgruppen beim Spielplatz in der Steinbachstraße, auch wegen der Nähe zum Bach. Der Spielplatz an der Diebgrafenstraße sei besonders wichtig für Kleinkinder, hieß es.

Auf Kritik von Bürgern stieß der vom Planer vorgeschlagene Rückbau des Spielplatzes am Kiefernweg, der für die Anlage am Schwarzebachweg geopfert werden soll: „Dort ist doch viel weniger los“, sagten die Väter Alexander Otto und Falk Weymann. Unterstützung kam von Ursula Heinemann: Der Spielplatz Schwarzebachweg liege ziemlich am Ortsrand, dort auch noch Angebote für Jugendliche vorzusehen sei deplatziert, so die Anwohnerin während der Bürgerversammlung.

Man wolle grundsätzlich an der Planung festhalten. Über die Entwicklung von Einzelprojekten kann aber durchaus mit den Eltern vor Ort gesprochen werden, sagte Bürgermeister Michael Steisel. Für Karl Scheili kommen auch eine Befragung von Kindern oder Schulprojekttage in Betracht, um zusätzliche Erkenntnisse über den Bedarf zu gewinnen.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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