Aussichtsturm der Volkssternwarte Rothwesten wird saniert

Fuldatal. Sie ist das Wahrzeichen von Rothwesten und ganz Fuldatal. Aber jetzt ist die Volkssternwarte, die über dem Häuschensberg thront, in die Jahre gekommen. Eine Sanierung ist dringend notwendig, wenn der Betrieb langfristig aufrechterhalten werden soll.

Denn seit 1963 ist die Sternwarte ununterbrochen in Betrieb. „Nach einer so langen Zeit ist eine Renovierung einfach nötig“, erklärt Angelika Spitzer-Klinger, Tochter des gestorbenen Erbauers Georg Spitzer und für die Sternwarte verantwortlich. „Nur so kann die Sternwarte auch weiter betrieben werden.“

Konkret geht es um die Außenwand des Turms, der nach dem Krieg zum Teil mit 5000 Backsteinen bombengeschädigter Häuser aus Kassel gebaut wurde. Der Putz ist abgefallen, Feuchtigkeit ist in die Fugen gedrungen. Das würde im Winter bedeuten, dass der Frost die Mauer zerstört. Die Sanierung ist Aufgabe der Gemeinde Fuldatal. 25 000 Euro stellte sie in diesem Jahr für die Sanierung bereit. Aber auch die Rothwestener Vereine engagieren sich bei der Sanierung des Turms. „Ob durch finanzielle Unterstützung oder durch das gemeinsame Anpacken der Rothwestener Vereine - die Zusammenarbeit ist auf jeden Fall eine sehr gute Idee“, meint Spitzer-Klinger.

Auch der Vorsitzende des Ortskuratoriums, Helmut Koch, freut sich über die gemeinsame Aktion der Ver-eine. „Eine Verknüpfung der Vereine durch eine engere Zusammenarbeit war unser Ansatz.“ Besonderer Dank gelte einem Fuldataler, der das Baugerüst kostengünstig auf den Häuschensberg gebracht und montiert habe. Eine Finanzspritze von rund 800 Euro erbrachte kürzlich das Turmfest, das auf dem Häuschensberg stattfand. Organisiert hatte die Feier das Ortskuratorium. „Wir freuen uns, dass der gesamte Erlös des Turmfestes in die Sanierung des Aussichtsturmes fließt“, sagt Koch. Denn die Sternwarte fristet kein Mauerblümchendasein, sie ist beliebt bei den Leuten. 150 Menschen pilgerten zum Beispiel allein im März dieses Jahres zur „Nacht der Planeten“ auf den Häuschensberg, um durch das Okular des riesigen Teleskops einen Blick auf Venus, Saturn und Mars zu werfen. Ab 1. August ist die Sternwarte wieder geöffnet. Informationen unter www.volkssternwarte-rothwesten.de

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