Ausstellung im Mai: 30 Kinder malen ihre Heimat Baunatal

Die Stadt aus Sicht der Kinder: Baunataler Schüler malen regelmäßig in der Kunstetage des Kunst- und Kulturvereins Bilder für die Ausstellung im Rathaus; im Hintergrund Ksenija Filipovic vom Kunst- und Kulturverein. Foto: Dilling

Baunatal. Beim Jubiläumsprojekt 50x50 haben 30 Kinder ihre Heimatstadt gemalt. Das Ergebnis gibt es ab Mai im Rathaus zu sehen.

Veronika hat von ihrem Elternhaus in Rengershausen direkt das Volkswagenwerk im Blick. Auf den Feldwegen außerhalb des Dorfs hat sie Fahrradfahren gelernt. Von der großen Auswahl in der Stadtbücherei schwärmt die Zwölfjährige, den Aqua Park besucht sie sehr gern. „Baunatal ist einfach lebenswert“, bringt sie ihre Eindrücke von der Stadt auf den Punkt. Zumal es ja auch viele Spielplätze gebe und viel Natur, ergänzt ihre Altersgenossin Isabel, die die HipHop-Stunden beim KSV Baunatal liebt.

Die beiden Mädchen gehören zu den insgesamt 30 Kindern, die unter Anleitung von Ksenija Filipovic vom Kunst- und Kulturverein im Rahmen des Jubiläumsprojekts 50x50 ihre Stadt und ihre Lieblingsplätze so malen, wie sie sie mit ihren Augen sehen: den Stadtpark, den Abenteuerspielplatz dort, das umgebaute Rathaus oder einfach nur schöne Eindrücke von der Naturlandschaft an der Bauna. Sie verwenden Acryl, Wachsmalstifte und arbeiten häufig mit Collagen.

„Ich versuche, den Kindern die Berührungsängste gegenüber der Kunst zu nehmen“, sagt Filipovic. Das sei anfangs ein schweres Stück Arbeit gewesen. Doch jetzt stapeln sich die Werke der insgesamt 30 Kinder aus den ersten bis siebten Klassen, die in verschiedenen Gruppen malen. Mehr als 70 Bilder werden es wohl werden, die im Mai mit einer aufwendigen Vernissage im Rathaus ausgestellt werden sollen. „Die Bilder dürfen auch gekauft werden. Den Erlös werden wir für einen guten Zweck spenden“, kündigt Filipovic an.

In der KSV Sportwelt soll es eine weitere Ausstellung geben mit Motiven von Schülern, die sich speziell mit dem Sportangebot in der Stadt beschäftigen.

In den Osterferien hat Filipovic mit den Kindern den Kasseler Maler Michael Murx in dessen Atelier besucht. Der gab ihnen wertvolle Tipps zu Maltechniken.

Filipovic leitet das Kunstprojekt seit September, dazu gehört auch eine Arbeitsgemeinschaft an der Erich-Kästner-Schule. Daneben male sie regelmäßig mit Flüchtlingen in der Unterkunft des ehemaligen Sagaflor-Gebäudes in Hertingshausen, berichtet die Baunatalerin, die selbst schon oft ihre Bilder ausgestellt hat. Künstlerisch könne man sich sein Leben lang ausdrücken, egal in welchem Beruf man arbeite. „Kunst ist ein Refugium“, sagt Ksenija Filipovic.

Ausstellung „Die Stadt mit meinen Augen“; Vernissage am Donnerstag, 12. Mai, 19 Uhr im Rathaus in Baunatal.

Von Peter Dilling

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