Baunatal: Bau des Kinder- und Jugendzentrums am Bornhagen geht auf die Zielgerade

Noch eingerüstet: Die Arbeiten zum Umbau des ehemaligen, unter Denkmalschutz stehenden Kirchenzentrums laufen auf Hochtouren. Momentan wird das Flachdach wärmegedämmt. Vorn links ist die neu gestaltete Terrasse zu sehen. Foto: Dilling

Baunatal. Die Stadt Baunatal wappnet sich für den in den nächsten Jahren erwarteten Zustrom junger Familien am Baunsberg.

Die Pläne der Wohnungsgesellschaft GWH zum Bau neuer Wohnungen im Quartier an der Birkenallee sowie das geplante neue Baugebiet an der Akazienallee wird für einen Zuwachs von vielen Hundert Menschen sorgen.

Dafür schafft die Stadt neue Raumkapazitäten. Bis zum Frühherbst soll das neue Kinder- und Familienzentrum im ehemaligen Kirchenzentrum Bornhagen fertig werden und den wachsenden Bedarf an Kinderbetreuung, Beratungs- und Bildungsangeboten sowie familiengerechten Kursen und Veranstaltungen befriedigen. Momentan ist das ehemalige Kirchenzentrum, das zu einer Zeit gebaut wurde, als von Energieeinsparung noch keine Rede war, in weiten Teilen noch eine Baustelle. Arbeiter sind dabei, das Flachdach zu erneuern und eine Wärmedämmung einzubauen. Es soll begrünt werden. Gleichzeitig werden die alten Fenster durch eine Dreifachverglasung ersetzt.

Im Inneren ist der Bau völlig entkernt worden, sind Mineralwolle und alte Leitungen entfernt worden. Wände werden neu gezogen, damit statt der bisher zwei dann vier Kindergartengruppen und deren Personal Räume finden. Im einem Zwischentrakt, der an das bisherige Familienzentrum grenzt, stünden drei weitere Zimmer zur Verfügung, berichtet Frank Grasmeier, der später das neue, größere Zentrum leiten wird.

Die Stadt investiert 1,3 Millionen Euro in das Projekt und hofft laut Bürgermeister Manfred Schaub (SPD), dass im Herbst aus dem Programm „Soziale Stadt“ ein Förderbescheid über mehrere 100 000 Euro ins Rathaus flattert. Die Chancen stehen gut. Das Land Hessen hat das Konzept des Familienzentrums bereits als vorbildlich ausgezeichnet und mit einem Zuschuss vorab belohnt.

Dieses Jahr erhalte die Stadt 4000 Euro, und in den drei Folgejahren jeweils bis zu 12 000 Euro Landesmittel, teilte Schaub mit, der jetzt symbolisch den Startschuss für einen weiteren Bauabschnitt gab. Das Projekt sei „einmalig für eine Stadt dieser Größe“, sagte Schaub.

Am Standort Bornhagen werden in der Endphase zwölf Kindergartengruppen betreut werden: fünf in der Kita Birkenallee, vier im Kinder- und Familienzentrum sowie drei in dem von einem Elternverein in einem Trakt des früheren Kirchenzentrums betriebenen Kindergarten Abenteuerland.

Der frühere Saal des Kirchenzentrums soll zum Multifunktionsraum werden: Tagsüber können dort die Kita-Kinder bei schlechtem Wetter spielen oder turnen, abends steht er für Veranstaltungen zur Verfügung.

Von Peter Dilling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.