KSV Baunatal legt Schwerpunkt auf Soziales

Dank für Treue: Die Präsidiumsmitglieder Marco Weber (links) und Annette Böhle (rechts) zeichneten Dieter Scholz (von links), Helmut Heinemann, Reinhard Siebert, Rainer Hiekisch, Heinz Schwedes und Bernd Harte für 50-jährige Mitgliedschaft aus. Viele der Jubilare sind heute noch aktive Sportler. Fotos: Dilling

Baunatal. Der KSV Baunatal hat - was den Mitgliederstand betrifft - ein Allzeithoch erreicht und plant für das laufende Jahr, neue Leuchttürme des sozialen Engagements zu bauen: Diese gute Nachricht verkündete Vorstandschef Timo Gerhold während der Neujahrsbegrüßung im vollen Saal der KSV Sportwelt.

8500 Aktive treiben nach den Worten Gerholds in dem größten nordhessischen Verein Sport, 6500 ordentliche Mitglieder und 2000 Fitness-Fans in den Sportkursen.

Daneben tanzt der KSV auf vielen Hochzeiten außerhalb seines Kerngeschäfts. Mit der Oskar-von-Miller-Berufsschule in Kassel entwickle man ein Konzept zur gesunden Lebensführung für Berufsanfänger. Mit der Baunataler Musikschule und der Friedrich-Ebert-Schule sei ein gemeinsames Zirkusprojekt für benachteiligte Grundschüler geplant, berichtete Gerhold.

Weiterhin biete der KSV zwölf Kurse für Flüchtlinge an sowie zwei Integrationssportgruppen. Die erste Ausbildungsmesse des Vereins 2015 sei ein voller Erfolg gewesen, sie werde 2016 wiederholt, ergänzte Vizepräsident Marco Weber.

Der Verein sei in Sachen Bildung, Integration und Teilhabeangeboten für Benachteiligte gut unterwegs und knüpfe ein Netzwerk aus Kooperationen. „Wir haben uns mit Haut und Haaren auf diese Aufgabe eingelassen“, sagte Gerhold. Er warnte aber auch vor einer Überforderung der Sportvereine mit Dingen, für die eigentlich der Staat zuständig sei. „Wir fahren teilweise im roten Bereich unserer personellen Möglichkeiten“, meinte der Vorstandschef.

Der KSV brauche eine „spürbare finanzielle Unterstützung“, um qualifizierte Mitarbeiter engagieren zu können. Gemünzt war diese Mahnung auf Bund und Land. Gegenüber der Stadt Baunatal bedankten sich Gerhold und Weber ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit und erhebliche Zuschüsse.

„Wir haben nicht vor, weitere Dienstleistungen an den Verein durchzureichen“, versicherte Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) in seinem Grußwort. Finanziell sei die Stadt trotz des VW-Abgas-Skandals bis 2018 finanziell auf der sicheren Seite. Training gab es - wie es sich für einen Sportverein gehört - auch während des Neujahrsempfangs: Der Humorist und Kabarettist Franz-Josef Euteneuer aus Trier prüfte die Lachmuskeln des Publikums mit seinen philosophisch-satirischen Gedanken über die Vorzüge und Untiefen der Vereinsarbeit. Sein Fazit: Der KSV sei eigentlich viel mehr wert, als er seine Mitglieder an Beiträgen koste.

Von Peter Dilling

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