Zwei gehen zur Werkfeuerwehr

219 starteten ihre Ausbildung im Baunataler VW-Werk

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Start in das Berufsleben: 219 junge Frauen und Männer begannen am Donnerstag in der Volkswagen Akademie in Baunatal eine Ausbildung. Mit auf dem Foto sind auch die Ausbilder sowie Akademieleiter Hermann Hartig (6. von links), davor Thomas Frye vom Betriebsrat sowie Werkleiter Thorsten Jablonski.

Baunatal. 219 junge Frauen und Männer starteten am Donnerstag in eine Berufsausbildung im VW-Werk Kassel in Baunatal.

Mit Bastian Baarsch und Tobias Hänel sind zwei Azubis darunter, die einen völlig neuen Weg beschreiten. Sie sind die Ersten an dem nordhessischen Standort, die zu Werkfeuerwehrmännern ausgebildet werden.

Zwei Punkte hätten ihn gleichermaßen motiviert, sich für eine Lehre bei der VW-Feuerwehr zu bewerben, sagt Bastian Baarsch. „VW ist ein super Arbeitgeber. Und hier kann ich das Hobby als Feuerwehrmann zum Beruf machen.“

Der 19-Jährige aus Wolfhagen-Ippinghausen muss allerdings einen Großteil der Zeit im VW-Stammwerk Wolfsburg absolvieren. In Baunatal gibt es bei der Werkfeuerwehr keine Ausbilder für den hier neu geschaffenen Zweig.

Sie freuen sich auf die Aufgaben im VW-Werk: Bastian Baarsch (von links), Jasmin Platte und David Nehm.

Werkleiter Thorsten Jablonski begrüßte die 54 Frauen und 165 Männer in Baunatal. Es sei eine Zeit drastischer Änderungen in der Automobilindustrie, sagte er. Als Beispiel nannte Jablonski den Bereich des autonomen Fahrens, Autos, die völlig automatisch zum angestrebten Ziel rollen. „Wir brauchen Leute, die solche komplexen Prozesse verstehen. Wir brauchen Menschen, die ein Leben lang lernen.“ VW setzt bei der Ausbildung zunehmend auf junge Frauen. Deren Anteil sei am Standort mittlerweile auf 25 Prozent gewachsen, erläuterte der Werkleiter.

Eine von ihnen ist Jasmin Platte. Die 20-Jährige aus Wernswig hat einen Platz bei den Mechatronikern ergattert – einem in früheren Jahren typischen Männerberuf. Sie könnte sich vorstellen, „dass künftig noch mehr Mädchen bei VW arbeiten“, sagt Platte. Sie selbst freue sich auf die Ausbildung in der Akademie. „Ich will ja auch etwas Herausforderung haben. Angst habe ich jedenfalls vor nichts.“

Und wie ist David Nehm, angehende Fachkraft für Lagerlogistik, zu VW gekommen? „Ich habe mich schon lange für Lagerlogistik interessiert“, sagt der 19-Jährige aus Baunatal.

In der elften Klasse absolvierte Nehm ein einjähriges Praktikum im VW-Werk. „Das hat mir hier Spaß gemacht.“ Und dann nennt er noch einen Punkt, der ihn eng mit dem Autobauer verbindet: „Mein Vater, mein Onkel und sogar mein Opa haben schon hier gearbeitet.“

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