A 44: Nadelöhr am Baunsberg sorgte für lange Staus

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Engpass: Auf dem Abschnitt der A 44 zwischen Kassel-West und Wilhelmshöhe werden zwei Brücken erneuert. Im Hintergrund ist der Baunsberg zu sehen. In den vergangenen Wochen kam es hier häufig zu Staus.

Baunatal. Seit Wochen ist der Abschnitt zwischen Baunatal und Kassel-Wilhelmshöhe auf der Autobahn 44 ein Nadelöhr. Immer wieder kommt es zu extrem langen Staus.

Zwischen A 7 und Wilhelmshöhe dreht sich teilweise in beiden Fahrtrichtungen kein Rad mehr.

Grund: Die Verkehrsbehörde Hessen Mobil bereitet auf der Autobahn in Höhe des Baunsberges den Neubau von zwei maroden Brücken vor.

Bei routinemäßigen Brückentests seien Schäden an den aus den 60er-Jahren stammenden Bauwerken über die Altenbaunaer Straße sowie die Naumburger Kleinbahn festgestellt worden. Die Standfestigkeit sei nicht mehr gegeben, so dass ein Neubau der Brücken unumgänglich sei, berichtet Hessen-Mobil-Sprecher Horst Sinemus.

Die eigentlichen Bauarbeiten an den Brücken beginnen erst im nächsten Jahr. Die Überführung über die Naumburger Kleinbahn soll laut Hessen Mobil 6,4 Millionen Euro kosten. Die Summe für die zweite Brücke stehe noch nicht fest, ergänzt Sprecher Gerd Bohne. Noch gebe es kein Baurecht. Die Behörde gehe aber davon aus, dass dieses demnächst erteilt wird, so dass ebenfalls 2016 gebaut werden könne.

Zehn Wochen dauerte jetzt allein die Einrichtung der Baustelle nahe des Autobahnkreuzes Kassel-West. Kosten für die Vorbereitung: 400.000 Euro. Teilweise, so Sinemus, wurde der Verkehr dafür in beiden Richtungen über jeweils eine Fahrspur geführt. Dadurch kam es zu langen Staus - teilweise zehn Kilometer zurück bis zur Anschlussstelle Zierenberg.

Unter anderem wurden Durchlässe im Mittelstreifen geschaffen und der Standstreifen auf einer Länge von 400 Metern befahrbar gemacht. „Die Markierungsarbeiten sind beendet“, so der Sprecher. „Jetzt stehen wieder zwei Fahrspuren in beiden Richtungen zur Verfügung.“

Die Brücken sollen 2016 nacheinander jeweils zur Hälfte abgerissen und dann neu gebaut werden. Zunächst soll der Verkehr komplett über die Fahrtrichtung Dortmund geleitet werden. Nach dem Neubau der ersten Brückenhälften sollen die Autos über die neuen Bauwerke rollen. Dann werden die beiden anderen Brückenteile in Angriff genommen. Ein Nadelöhr wird der Abschnitt auf der A44 in jedem Fall bleiben. Die Arbeiten an den Brücken sollen bis weit ins Jahr 2017 reichen.

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