Produktion wird ab Mittwoch wieder hochgefahren

Aufatmen im Baunataler VW-Werk: Teile der Zulieferer kommen wieder

Kassel/Baunatal. VW und zwei Zulieferfirmen haben sich nach einem wochenlangen Machtkampf geeinigt. Die beiden Firmen wollen die VW-Werke nun wieder beliefern.

Das Werk Kassel in Baunatal fährt nach Angaben von Sprecher Heiko Hillwig die Produktion in den betroffenen Bereichen ab Mittwoch wieder hoch.

„Wir freuen uns“, sagte Hillwig im Gespräch mit unserer Zeitung. Es sei schon ein Aufatmen im Werk zu spüren. „Die Folgen eines weiteren Streits wären enorm gewesen.“ Genauso zufrieden äußerte sich stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Ulrike Jakob. „Wir sind erleichtert, dass wir das Instrument der Kurzarbeit nicht brauchen“, sagte sie. „Ansonsten hätten wir am Dienstag Kurzarbeit beantragt. Der Kelch ist an uns vorüber gegangen.“

Im VW-Werk Kassel in Baunatal waren von den Lieferengpässen zuletzt 1500 Mitarbeiter im Getriebebau und in der Abgasanlagenfertigung betroffen. Mitarbeiter der Produktionslinie für das Direktschaltgetriebe DQ 250 waren nach Informationen unserer Zeitung schon vor über zwei Wochen nach Hause geschickt worden, weil keine Teile des Zulieferers ES Automobilguss aus Sachsen mehr da waren.

Ab Mittwoch werden die Produktionslinien im Getriebebau schrittweise hochgefahren, so der Sprecher. „Ab Donnerstag produzieren wir dort wieder planmäßig.“

Im Abgasanlagenbau komme es lediglich bis zum Ende dieser Woche noch zu leichten Einschränkungen. Ab dem kommenden Montag werde auch in diesem Sektor des Baunataler Werks wieder voll produziert.

Ausgeglichen wurde der Arbeitsausfall laut Betriebsrat aus den herkömmlichen Arbeitszeitkonten der Beschäftigten. Dies sei nur deshalb möglich, weil das Werk grundsätzlich gut ausgelastet sei. „Bei uns brummt es nach wie vor“, betonte Jakob.

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