Am Bahnhof Guntershausen: Wohnungen statt maroder Fabrikhalle?

Völlig verfallen: So präsentiert sich die alte Halle der Bahn seit Jahren. Die Stadt will nun prüfen, ob das Gelände bebaut werden kann. Archivfoto: Kühling

Baunatal. Seit Jahren verfällt am Guntershäuser Bahnhof eine alte, riesige Industriehalle der Bahn. Jetzt verweist das Baunataler Rathaus auf einen bereits vor einigen Jahren schon einmal gefassten Vorstoß für eine Nutzung des Geländes.

„Wir wollten dort Studentenwohnungen bauen“, sagt Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub (SPD). Großer Vorteil für künftige Bewohner: Die Regiotram-Station liegt direkt vor der Haustür.

Schon damals sei die Stadt bereit gewesen, das Gelände von der Bahn zu übernehmen, erläutert Schaub im Gespräch mit der HNA. Doch der geforderte Kaufpreis von einer Million Euro sei unrealistisch gewesen. Die Bahn habe sich dann dazu entschieden, das Gebäude weiter verfallen zu lassen. Vom Regierungspräsidium habe die Stadt Baunatal jetzt die Genehmigung erhalten, die Industriehalle historisch untersuchen zu lassen. Dabei geht es laut Schaub zunächst darum, in welcher Form das Gebäude in früheren Zeiten überhaupt genutzt wurde. Es werde natürlich auch geprüft, ob möglicherweise mit Schadstoffen im Boden zu rechnen sei. „Unter anderem soll da mal eine Emaillefabrik drin gewesen sein“, berichtet Schaub. 4000 Euro investiert die Stadt in ein Gutachten. „Wir rechnen mit einer historischen Bewertung Anfang 2017“, so Schaub.

Der Schwerpunkt der Untersuchung des Geländes liegt laut RP-Sprecher Michael Conrad auf der Suche nach Altlasten. Es habe sich wohl an dieser Stelle um eine chemische Fabrik gehandelt. Das Gelände sei aufgrund des Vorstoßes der Stadt jetzt erst in das Altlastenkataster des RP aufgenommen worden, erläutert der Sprecher.

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