Belastung durch VW-Werk 

A49 bei Baunatal: Geschwindigkeits-Begrenzung von 100 km/h gefordert

Hohe Lärmbelastung: Direkt neben den Häusern am Dörnbergweg in Kirchbauna führt die Autobahn 49 vorbei. Das große Foto wurde vom Haus einer dort seit vielen Jahren ansässigen Familie aus aufgenommen. Auf dem kleinen Bild ist die Nähe der Häuser zur Autobahn zu sehen. Archivfotos: Jünemann, Welch

Baunatal. Für einige Anwohner der Baunataler Stadtteile Kirchbauna und Hertingshausen ist der Lärm unerträglich: Die A49 führt einen Steinwurf entfernt an ihren Häusern vorbei.

Seit Jahren kämpfen genervte Menschen aus Baunatal für mehr Lärmschutz.

An erster Stelle der Forderungsliste steht eine Verlängerung des Tempolimits von 100 km/h, das von Kassel her reichend in Höhe des VW-Werks endet. An den Häusern der Baunataler Stadtteile vorbei herrscht freie Fahrt.

Neu: Tempo 100 

Grafik: An diesen Stellen gilt schon ein Tempolimit auf der A49. Bitte klicken Sie auf das Pfeilchen oben rechts, um die Grafik in der vollständigen Größe zu sehen.

Erstaunlich ist für viele in der VW-Stadt, dass das Land Hessen jüngst erst einigeKilometer weiter zwischen Felsberg und der Aral-Tankstelle bei Edermünde-Holzhausen einen neuen Tempo-100-Abschnitt eingerichtet hat. Seit Ende November gelte die Begrenzung, erläutert Horst Sinemus, Sprecher der Landesbehörde Hessen Mobil. Und er bestätigt: 100 km/h sei aus Gründen des Lärmschutzes an dieser Stelle eingeführt worden. „Allerdings befristet, bis in diesem Abschnitt der Asphalt erneuert wird.“  Der SPD-Landtagsabgeordnete Timon Gremmels will jedenfalls mit einem neuerlichen Vorstoß beim Land erreichen, dass auch der Bereich der A 49 bei Baunatal eine solche Regelung bekommt.

Belastung durch VW-Werk 

„Auf dem Teilabschnitt gibt es derzeit keine Geschwindigkeitsbegrenzung, dafür aber eine hohe Lärmbelastung insbesondere durch das hohe Verkehrsaufkommen rund um das Volkswagenwerk“, schreibt der Abgeordnete an Staatssekretär Mathias Samson (Grüne) vom hessischen Verkehrsministerium. Nach dem Aufstellen der Schilder bei Edermünde wollten die Bürger aus Baunatal nun wissen, warum dieser Abschnitt nicht bis Baunatal-Nord verlängert werde. „Aus meiner Sicht eine berechtigte Frage“, betont Gremmels.

„Noch in diesem Jahr“ 

Der Landtagsabgeordnete wünscht sich vom Ministerium eine neuerliche Prüfung eines Tempolimits bei Baunatal, um dieses möglichst noch in diesem Jahr einzurichten. „Als zweiter Schritt wäre mittelfristig der Einsatz von Flüsterasphalt notwendig.“

Bislang ist ein Tempolimit beim Land jedenfalls kein Thema. Seiner Kenntnis nach gebe es dafür derzeit keine Entscheidung, sagt Hessen-Mobil-Sprecher Horst Sinemus.

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