Platz für Singles und Großfamilien: 26 neue Wohnungen am Baunsberg

Pilotbau: An der Birkenallee in Baunatal will die Wohnungsgesellschaft GWH im kommenden Jahr 26 öffentlich geförderte Wohnungen bauen. 4,3 Millionen Euro sollen investiert werden, um vor allem Wohnraum für Single-Haushalte und große Familien zu schaffen. Repro: Dilling

Baunatal. Die Wohnungsgesellschaft GWH investiert 4,3 Millionen Euro in einen Pilotbau an der Birkenallee in Baunatal. Der Bauantrag ist bereits eingereicht.

Erst vor gut einem Jahr hat die GWH 490 Wohnungen am Baunsberg von der Gagfah übernommen und bald darauf angekündigt, das Quartier mit überwiegend älteren Mehrfamilienhäusern nachverdichten zu wollen. Aus der Ankündigung wird nun Realität: Als Pilotprojekt baut die GWH im Jahr 2016 26 öffentlich geförderte Wohnungen an der Birkenallee. Dafür werde man 4,3 Millionen Euro investieren, sagte GWH-Bereichsleiter Christian Wedler auf Anfrage.

Die Gesellschaft, die am Baunsberg bereits 750 Wohnungen besitzt, will auf der Fläche zwischen den Häusern Birkenallee 31-35 und 37-41 einen Doppelbau mit vier Etagen und einer Tiefgarage mit 18 Einstellplätzen errichten. Der Bauantrag ist bereits im Dezember eingereicht worden. „Wir wollen so schnell wie möglich anfangen“, sagte Wedler.

Für Single-Haushalte 

Bereichsleiter der GWH: Christian Wedler.

In dem neuen Gebäudekomplex, der über einen Aufzug verfügen wird, sollen kleine und sehr große Wohnungen mit bis zu fünf Zimmern angeboten werden. Damit fülle man eine Bedarfslücke, denn in dem Quartier gebe es genügend mittlere Wohnungen, aber zu wenige Behausungen für Single-Haushalte und große Familien, erklärte der Kasseler GWH-Chef. Auch die Nachfrage nach rollstuhlgerechten Wohnungen soll das Pilotprojekt bedienen: Acht davon sollen errichtet werden.

Die Stadt begrüßt die Aktivitäten der Gesellschaft zur Aufwertung des Quartiers, wie zuletzt bei einer Informationsveranstaltung mit Erster Stadträtin Silke Engler im Stadtteilzentrum deutlich wurde. Am Rande bestätigte Wedler allerdings auf Nachfrage, dass es Diskussionen um den Bau der Tiefgarage gegeben habe. „Wir haben mehr Stellplätze als Wohnungen“, sagte der Bereichsleiter. Die GWH hätte aus Kostengründen lieber auf die Tiefgarage verzichtet.

Für den Bau des Mietshauses müssen zwei Reihen von Garagen weichen. Jeder Mieter, der bisher eine Garage habe, werde diese - an anderer Stelle - in zumutbarer Entfernung behalten, sagte Wedler während der Informationsveranstaltung. Fertiggaragen würden einfach umgesetzt. Die GWH habe bisher weit über eine Million Euro in den Bestand investiert, teilte der GWH-Prokurist mit. Ein Farb- und Beleuchtungskonzept, das der besseren Orientierung im Quartier dienen soll, sei in Arbeit. Und man sei dabei, eine Altlast der Gagfah abzutragen: Es müssten 490 neue Wasserzähler eingebaut werden.

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