Baunatal: Hin zum selbstbestimmten Leben im Gertrudenstift

Überzeugt vom neuen Konzept: Barbara Hauschild, Diakoniedirektorin des Diakonischen Werks der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK, von links), Kirchenrat Gerd Henrichs, Mitglied der Kirchenleitung SELK, Gerhard Bernhardt, Vorsitzender des Vereins Gertrudenstift, Architekt Marc Köhler und Martin Mittelbach, Leiter des Gertrudenstifts, besichtigten die Baustelle. Foto: De Filippo

Baunatal.Nach dem Baustart für einen integrativen Kindergarten vor einigen Monaten haben in Baunatal nun auch die Arbeiten für ein betreutes Wohnprojekt begonnen.

Die Baustelle hinter dem Baunataler Altenpflegeheim Gertrudenstift wächst stetig. Es ist ein weiterer Schritt hin zum neuen Mehrgenerationenkonzept.

In den kommenden Monaten soll ein moderner Bau mit 27 barrierefreien Wohnungen entstehen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 3,85 Millionen Euro. „Wir möchten den Mietern in diesem Objekt möglichst lange ein selbstbestimmtes Wohnen in privater Atmosphäre ermöglichen“, erklärt Einrichtungsleiter Martin Mittelbach.

Um die Menschen zu unterstützen, gebe es zum Beispiel ein umfangreiches Angebot an pflegerischen, hauswirtschaftlichen und anderen Serviceleistungen, die bei Bedarf genutzt werden können. Zur Sicherheit trage zudem ein Hausnotrufsystem bei, über das die Bewohner jederzeit Hilfe erhalten.

Das Angebot richte sich jedoch keinesfalls nur an ältere Personen. Es ist auch eng mit dem Konzept des Mehrgenerationenhauses verknüpft. „Einziehen könnte beispielsweise auch eine Familie, deren behindertes Kind die benachbarte integrative Tagesstätte besucht“, sagt Mittelbach, der die Grundwerte des Evangelisch-Lutherischen Gertrudenstifts betont: „Wir sind eine diakonische Einrichtung. Uns geht es nicht um Profit, sondern darum, Menschen zu unterstützen.“

Zum geplanten Mehrgenerationenkomplex wird neben Altenpflegeheim, Kita und betreutem Wohnen auch eine Pflegeeinrichtung für jüngere Menschen gehören.

Der Baubeginn für dieses Projekt soll bereits in wenigen Wochen erfolgen. „Mit diesen Komponenten wird sich das Gertrudenstift zu einer Komplexeinrichtung entwickeln, die es in dieser Form in Nordhessen noch nicht gibt“, sagt Martin Mittelbach.

Nach dem derzeitigen Planungsstand soll das betreute Wohnen im Gertrudenstift ab Frühjahr 2017 möglich sein, das Wohnpflegeheim für jüngere Pflegebedürftige wird voraussichtlich Mitte des kommenden Jahres öffnen. Bereits im Herbst 2016 soll die Kindertagesstätte in Betrieb gehen.

Von Pamela De Filippo

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.