Die EAM in Baunatal verändert ihr Gesicht

So soll es werden: Das aus den 80er-Jahren stammende EAM-Gebäude in Baunatal bekommt ein neues Erscheinungsbild. Die Fassade und die Fenster des Hauses an der Johann-Siegmund-Schuckert-Straße werden umgebaut. Computerillustration: RSE

Baunatal. Der regionale Energieversorger EAM sorgt für ein weiteres Stück Modernität in der Baunataler Innenstadt. Das Unternehmen investiert 3,8 Millionen Euro in die Erneuerung der Fassade des Gebäudes an der Johann-Siegmund-Schuckert-Straße.

Auf der Frontseite des aus den 80er-Jahren stammenden Komplexes laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Ende Oktober soll der Umbau abgeschlossen sein.

„Baunatal ist für uns eine wichtige Stadt“, sagt EAM-Chef Georg von Meibom. „Mit der Sanierung leisten wir unseren Beitrag, damit Baunatal moderner wird.“ 200 Frauen und Männer arbeiten bei dem Energieversorger in Baunatal. 60 gewerbliche Auszubildende werden an dem Standort geschult.

Geplant wurde der Umbau vom Kasseler Architekturbüro RSE. Es gehe darum, dem Gebäude kein komplett anderes Erscheinungsbild zu geben, erläutert Architekt Stefan Stiegel. „Wir wollen nicht den Charakter des Gebäudes verändern.“ Verwendet werde ein Tonziegelmaterial, dahinter liege eine 60 Zentimeter dicke Wärmedämmung.

Überhaupt steht der energetische Aspekt bei der Planung mit im Vordergrund. Aufgrund der neuen Dämmung und dem Einbau von modernen Alufenstern werde die aktuelle Energiesparverordnung um 30 Prozent unterschritten. 150 Tonnen CO2 sollen dadurch jährlich eingespart werden. Das Projekt passe in ein klar ausgerichtetes Konzept zur Modernisierung der Innenstadt, betont Bürgermeister Manfred Schaub (SPD). „Das ist ein wichtiger Schritt im Rahmen der Stadtentwicklung.“ Folgen sollen laut Schaub in direkter Nachbarschaft noch der Umbau des Aldi-Marktes im kommenden Jahr sowie die Einrichtung einer Fußgängerallee bis zur Haltestelle Stadtmitte (früher ZOB).

Die Investitionen in der City auf städtischer Seite haben nach Angaben des Bürgermeisters zahlreiche private Projekte zur Folge gehabt. Schaub geht von einem dreistelligen Millionenbetrag im Zeitraum von fünf bis sieben Jahren aus.

Der Abbruch der alten Fassade gestaltet sich schwieriger, als zunächst angenommen. Laut Architekt müssen Gebäudeteile extra eingehüllt werden, um belastetes „Dämm-Material mit kurzen Fasern“ entsprechend zu entsorgen. Das sei aber bei Gebäuden aus dieser Zeit nichts Ungewöhnliches, so Stiegel. EAM-Chef Georg von Meibom bleibt bei der Bedeutung des Gebäudes für das Unternehmen. „Baunatal ist ein Leuchtturm für uns. Wir wollen hier ein attraktives Gebäude haben.“

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