Baunataler VW-Betriebsratschef: Sehe keine Gefahr für Büro-Jobs

Carsten Bätzold

Baunatal. Der Markenvorstand von VW will Büro-Jobs im Bereich der Verwaltung einsparen. Etwa jede zehnte Stelle soll dem Rotstift zum Opfer fallen.

Dafür sollen keine Mitabeiter entlassen, sondern freie Stellen nicht wiederbesetzt werden.

Carsten Bätzold, Betriebsratschef im VW-Werk Kassel in Baunatal, geht davon aus, dass das Sparkonzept aber nur auf die 1800 Angestellten-Stellen im Baunataler Werk zutrifft. Rein rechnerisch wären dann 180 Jobs an dem nordhessischen Standort aufgrund der Sparvorgaben aus Wolfsburg in Gefahr.

Der Betriebsratschef nimmt aber an, dass der nordhessische Standort von den Sparvorgaben aus Wolfsburg nicht in vollem Umfang getroffen wird. „Ich sehe die Gefahr nicht“, sagt Bätzold. 180 Stellen seien in Baunatal „mit Sicherheit“ nicht gefährdet.

Im Gegenteil: Der Betriebsratschef rechnet damit, dass hier die Fachkräfte aufgrund großer Herausforderungen - wie Elektromobilität und Digitalisierung - dringend gebraucht werden. Vom Leitwerk E-Mobilität Baunatal werde diese Technik in die ganze Welt verbreitet, sagt Bätzold im Gespräch mit der HNA.

Betroffen wären laut Bätzold nur die Bereiche in Baunatal, „die zur Marke Volkswagen gehören“. Der Vertrieb Originalteile (VO) und die Volkswagen Akademie (Ausbildung) beispielsweise seien Teil des VW-Konzerns und gehörten damit nicht zum Sparprogramm von Markenvorstand Herbert Diess.

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