Drei Interessenten für Pacht der Kulturhalle Großenritte

Neuer Pächter gesucht: Die Gaststätte Kulturhalle ist seit sieben Monaten geschlossen. Vereine, die die Halle nutzen, müssen sich selbst versorgen. Foto: Dilling

Baunatal. Nach zwei vergeblichen Anläufen geht die Suche nach einem neuen Pächter für die Kulturhalle Großenritte und die gleichnamige benachbarte Gaststätte in die nächste Runde.

Auf die erneute, nun überörtliche Ausschreibung der Pacht hätten sich drei Interessenten gemeldet, sagte Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub auf Anfrage. Einer von ihnen stamme aus der Region. Namen nannte Schaub nicht.

Man prüfe die Angebote der Interessenten. Nach der Sommerpause würden mit allen Kandidaten nacheinander Gespräche geführt, erklärte der Verwaltungschef weiter. „Einfach wird das nicht werden“, setzte er hinzu. Die Verpachtung von Bürgerhäusern sei allgemein schwierig. Zuletzt war im Frühjahr ein Interessent und früherer Gastronom aus Baunatal noch in letzter Minute abgesprungen, als bereits der Termin zur Vertragsunterzeichnung vereinbart war. Die Kulturhalle wird seit Ende vergangenen Jahres nicht mehr bewirtschaftet. Damals hörte die langjährige Pächterin Uschi Albert auf und ging in Ruhestand. S

eitdem müssen sich die Vereine, die die Halle für Veranstaltungen nutzen, selbst verköstigen und bewirten. In der Sache dürfte es bei den Verhandlungen mit den Gastronomen um einen Spagat zwischen deren Interesse an einem profitablen Betrieb der Gaststätte und dem Wunsch der Vereine an einem auf sie zugeschnittenen gastronomischen Angebot gehen. Möglicherweise muss die Stadt dem neuen Pächter da auch entgegenkommen. Vorbild könnte beispielsweise das Bürgerhaus Kupferkanne in Fuldabrück-Dennhausen sein. Die Gemeinde hat dort dem - nach langer Suche gefundenen - neuen Pächter das Recht eingeräumt, Öffnungszeiten selbst flexibel zu gestalten. In den Sommermonaten bleibt es grundsätzlich geschlossen.

Heinz Bachmann, Vorsitzender des GSV Eintracht Baunatal, macht indessen deutlich, dass er bald Ergebnisse sehen will. Das erste halbe Jahr habe die Selbstversorgung seines Vereins gut funktioniert. Es seien aber auch nicht so viele Veranstaltungen gewesen. „Im Herbst wird es ernst“, meinte Bachmann weiter und ergänzte: „Wir haben das einmal gestemmt. Noch mal ist das nicht machbar.“ Bisher sei er noch nicht in die Gespräche mit neuen Pachtinteressenten eingebunden.

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