Naturrasen wird  bis September ausgetauscht

Hertingshausen: Sportplatz wird komplett mit Hybridrasen ausgestattet

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Im Sommer kann der Sportplatz in Hertingshausen nicht bespielt werden. Die Grasnabe wird abgeschoben und durch einen Hybridrasen ersetzt. 

Baunatal. Wer sich den Rasen auf dem Sportplatz Hertingshausen anschaut, dem fallen erst bei genauem Hinschauen Unterschiede auf.

An bestimmten Stellen ist das Grün dunkler als sonst. Das hat seinen Grund: Vier Jahre lang hat die Stadt Baunatal einen neuen Hybridrasen getestet. In einem Geflecht aus Kunststofffasern wächst dort natürliches Gras. Der Versuch sei erfolgreich verlaufen, sagt Erste Stadträtin Silke Engler. Deshalb soll der ganze Platz damit ausgestattet werden. Es soll noch im Juni losgehen.

Bis September fertig 

Der bisherige Naturrasen wird abgeschoben und entsorgt. Die Probestücke Hybrid-Rasen würden wiederverwendet, sagt Engler. Damit will die Stadt auf anderen Plätzen die besonders dem Verschleiß ausgesetzten Torräume ausbessern. Schon im September soll alles fertig sein. Der Hybridrasen sei robuster als Naturrasen, er sei auch bei schlechterem Wetter noch bespielbar, erklärt die Erste Städträtin. Allerdings nicht im Winter. Dafür koste ein Hybridrasen aber auch nur etwa ein Drittel eines Kunstrasensplatzes. 

Zum Vergleich: Der Kunstrasenplatz, den die Stadt vergangenen Herbst in Rengershausen eingeweiht hat, kostete 800.000 Euro. Fußballtraining ist im Winter dennoch in Hertingshausen möglich. Der neue Kunstrasenplatz gegenüber dem Sportplatz wird bereits eifrig genutzt, auch von Flüchtlingen aus der Unterkunft im ehemaligen Sagaflor-Gebäude.

Stadt muss sparen

Manfred Werner

Einen neuen Ballfangzaun zur Sporthalle hin wird der TSV allerdings nicht erhalten. Das hatte Bürgermeister Manfred Schaub schon früher angekündigt. Man müsse wegen der VW-Abgaskrise sparen. Die jahrelangen Entwässerungsprobleme auf dem Fußballplatz habe die Stadt inzwischen im Griff, sagte Engler. „Wir haben zusätzliche Dränageschlitze angelegt.“ Vorher hatten sich an manchen Stellen nach starkem Regen Pfützen gebildet, obwohl die bereits das Niveau des Platzes auf einer seite angehoben hatte, um die Entwässerung zu verbessern. Den TSV-Vorsitzenden Manfred Werner überraschen diese Probleme nicht. Auf dem Gelände sei vorher eine Sandgrube in Betrieb gewesen.

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