Als Vorbild für andere Kommunen

Infrastruktur für Elektroautos: Baunatal will ganz vorne dabei sein

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Einfach anstöpseln: Sandra Hübner von der EAM zeigte bei der Eröffnung der Ladestation am Baunataler Cineplex-Kino, wie es geht. Hier stehen Fahrern von Elektroautos drei Plätze zur Verfügung.

Baunatal. Die Stadt Baunatal will bei dem Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Nordhessen ganz vorne mit dabei sein.

Gemeinsam mit der Gemeinde Reinhardshagen und der Stadt Borken entwickelt das Rathaus der VW-Stadt derzeit ein Konzept zu den künftigen Standorten und die Art der Ladesäulen. Dieses soll später als Vorbild für andere Kommunen in der Region dienen. 

„Wir wollen nicht einfach irgendwo Ladestationen aufstellen“, sagt Baunatals Erste Stadträtin Silke Engler (SPD), die das Konzept am Donnerstag bei einer Konferenz des Regionalmanagements zur Elektromobilität im Kasseler Schlosshotel vorstellt. „Wir wollen das Thema Ladeinfrastruktur konzeptionell angehen“, betont die Vizebürgermeisterin.

Standorte

Drei wesentliche Punkte sollen erfüllt werden:  Im ersten Punkt geht es um geeignete Standorte für die Ladesäulen. Dabei spielt laut Engler die Verweildauer der Kunden an der Station eine wichtige Rolle. Berücksichtigt werden sollen dabei auch Aspekte wie Einflüsse umliegender Wohnbebauung sowie Sichtbarkeit der Stationen.

Für die Zeit des Ladevorgangs müsse der Autofahrer ein Angebot im Umfeld vorfinden, sagt die Erste Stadträtin. „Es will ja niemand währenddessen im Auto sitzen.“

Technik der Stationen

Im zweiten Punkt geht es um die Technik der Ladesäulen. Derzeit gibt es den Strom an den drei Säulen im Baunataler Stadtgebiet kostenlos, gesponsert von der Stadt. Irgendwann wird es ein Abrechnungssystem über eine Karte geben. In einem letzten Schritt ist die Bezahlung des Stroms über das Smartphone geplant. Bis dahin, so die Einschätzung Englers, dauert es aber mindestens noch fünf Jahre. „Wir wollen aber ein einheitliches System.“

Auch muss geklärt werden, ob Schnellladestationen installiert werden, an denen der Nutzer seine Batterie innerhalb einer halben Stunde voll kriegt.

„Wir haben uns noch auf kein System festgelegt“, sagt Engler. Im Moment gehe sie davon aus, dass in Baunatal keine Schnellladesäulen aufgestellt werden. „Für die Fahrt nach Hause reichen normale Säulen aus.“

In einem dritten Punkt geht es um die Begeisterung der Menschen für Elektromobilität. Die Stadt Baunatal habe beispielsweise mit Probefahrten mit E-Autos für Bürger, mit Vorträgen und Kongressen zur Elektromobilität sehr gute Erfahrungen gesammelt, so die Vizebürgermeisterin. 

Andere dürfen Programm kopieren

Das von der Stadt Baunatal in Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement erstellte Konzept soll später anderen Kommunen als Vorlage dienen. Aus diesem Grund habe Baunatal das Projekt auch zur Förderung beim Bund angemeldet, erläutert die Erste Stadträtin. Ladestationen in Baunatal gibt es bisher in Altenbauna am Kino und an der Shell-Tankstelle sowie in Rengershausen an den Stadtwerken. In Schauenburg gibt es eine Säule in Höhe der Raiffeisenbank in Elgershausen. 

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