Er will Schülerzahl wieder steigern

Jörg Hapke ist seit 100 Tagen Schulleiter der Baunataler Erich-Kästner-Schule

Geht gut gelaunt die Aufgaben an der EKS an: Der neue Schulleiter Jörg Hapke. Er setzt verstärkt auf den Teamgedanken. Foto: Kühling

Baunatal. Den Rückgang der Schülerzahl an der Baunataler Erich-Kästner-Schule (EKS) zu stoppen, „das ist mein Auftrag". Dieses Ziel seiner Arbeit formuliert Jörg Hapke mit ernster Miene und mit Nachdruck.

Sonst hat der neue Schulleiter der integrierten Gesamtschule meist ein Schmunzeln im Gesicht. Schließlich geht es darum, die Menschen in der Region wieder mehr für das Haus auf der Grenze zwischen Altenbauna und Großenritte zu interessieren, ja vielleicht sogar zu begeistern. In den vergangenen sechs Jahren hat sich die Schülerzahl von rund 1000 um mehr als die Hälfte auf 450 halbiert.

Die Schule sei von einer Sechszügigkeit auf eine Zweizügigkeit geschrumpft, erläutert Hapke. „Ziel ist es wieder, eine Vierzügigkeit herzustellen.“

Seit rund 100 Tagen ist der Mann mit dem freundlichen Schmunzeln Schulleiter der EKS. Er ist Nachfolger von Dieter Ernst, der im vergangenen Sommer in den Ruhestand gewechselt war. Hapke stammt zwar aus Hildesheim, er hat aber eine enge Verbindung in die Region. Immerhin studierte er an der Universität Kassel Sport und Geografie. Viele Jahre spielte der begeisterte Volleyballer in nordhessischen Mannschaften um Punkte. Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren unter anderem die Söhre-Schule in Lohfelden, die IGS Kaufungen und die Eichendorff-Schule in Kassel, wo er auch wohnt.

Im Gespräch merkt man schnell, wo Jörg Hapke seine Schwerpunkte setzt. Er will das Kollegium eng mit in die Entwicklung der Schule einbeziehen. „Ich habe angefangen, zuzuhören“, sagt der 54-Jährige gleich zu Beginn. Gemeinsam mit den Kollegen habe er eine die Schule als eine Art Landkarte dargestellt. Dabei gehe es um Steuerungselemente, Schulentwicklung und Unterrichtsgestaltung. „Wir wollen kritisch hinterfragen, wo soll die Reise hingehen.“

Jörg Hapke hebt den Begriff „Team Schule“ ganz besonders hervor. Um den Teamgedanken zu stärken, hat er die Schulleitungsmannschaft um zwei Plätze erweitert. „Wir haben jetzt sieben Leute mit einer flachen Hierarchie“, sagt er. Außerdem sollen die Führungskräfte durch einen externen Berater unter dem Oberbegriff „Team Schule“ gecoacht werden. Eng will Hapke mit der benachbarten Theodor-Heuss-Schule (THS) zusammenarbeiten. „Die Frage ist, was können wir gemeinsam machen“, sagt er. „Und wir wollen vor allem die Elternschaft wieder gewinnen für unsere Schule.“

Die Voraussetzungen in Baunatal sieht der neue Schulleiter als bestens an. Viel Lob hält er nämlich für die Bildungskette der Stadt bereit. „Das ist vorbildlich hier.“ Vom Kleinkind bis zu einer Ausbildung reiche der Blick der Stadt.

Der neue Chef der EKS will in der Schullandschaft mitmischen. Für die Umlandgemeinden, so sagt er, müsse die Schule wieder attraktiver werden. Bausteine dazu könnten eine Stärkung der Bereiche Musik und PC-Qualifikation sein.

Jörg Hapke ist angekommen an der EKS. Und das will er auch für seine Schüler erreichen. Da lautet eines seiner Ziele: „Wir lassen keinen zurück.“

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