Kirchenkreise streben Fusion an

Die Vertreter: Unser Bild zeigt die neu gewählten Landessynodalen des Kirchenkreises Kaufungen und ihre Vertreter - Pfarrerin Ulrike Grimmell-Kühl aus Eiterhagen-Wattenbach (von links), Pfarrer Torsten Krey (Bergshausen), Pfarrer Gottfried Bormuth (Niederkaufungen), Laie Rainer Tempel, Laie Ute Jäger, Laie Martin Schuhmann, Laie Rainer Reinke und Laie Eckbert Weisheit. Nicht auf dem Bild sind Pfarrerin Kerstin Grenzebach (Vollmarshausen) und Laie Herbert Krug. Foto:  Shuhaiber

Baunatal. Große Veränderungen kommen in den nächsten Jahren auf die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) zu, die auch Einfluss auf den Kirchenkreis Kaufungen haben.

Bei der Kreissynode in Baunatal-Rengershausen gab Dekanin Carmen Jelinek bekannt, dass es Gespräche zur Fusion des Diakonischen Werks Kassel mit dem Diakonischen Werk der Kirchenkreise Hofgeismar und Wolfhagen gibt, die bislang noch ein eigenes Diakonisches Werk betreiben.

„Die Motivation für diesen Schritt ist die Situation, dass auf dem Gebiet des Landkreises Kassel zwei Diakonische Werke tätig und zuständig sind, was die diakonische Struktur für den kommunalen Partner unklar macht und auch schwächt“, erklärte Jelinek. Außerdem sehe das Diakoniegesetz der Landeskirche auf dem Gebiet eines Landkreises nur ein Diakonisches Werk vor.

Eine Steuerungsgruppe beschäftige sich aktuell mit den konkreten verwaltungsrelevanten Fragen, die geklärt werden müssen. Es gehe auch um einen Finanzierungsplan und die Zusatzversorgung der Mitarbeitenden. „Wir hatten die Hoffnung, im kommenden Frühjahr den Entscheidergremien, nämlich Stadtsynode und Kreissynoden, ein abgestimmtes Konzept mit Satzung vorlegen zu können“, sagte die Dekanin. Doch die Bearbeitung der Satzung und der anderen genannten Fragen brauche noch seine Zeit.

Der Doppelhaushalt 

Die sinkenden Mitgliederzahlen zwingen die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) zu Sparmaßnahmen, die während der Landessynode Ende November in Morschen beschlossen werden sollen. Das wird auch Einfluss auf den Kirchenkreis Kaufungen haben, schlägt sich aber erst im Haushalt ab 2018 nieder. Die Kreissynodalen hatten am Donnerstagabend den Doppelhaushalt 2016/2017 für den Kirchenkreis Kaufungen und das Kirchenkreisamts beschlossen. Den Etatentwurf präsentierte der Geschäftsführer des Kirchenkreisamtes, Peter Blumenstein. Die Haushaltszuweisungskriterien werden sich wohl nach der Herbstlandessynode verändern, trotzdem hält der Kirchenkreis Kaufungen an den bisherigen Personalzuweisungen fest. „Wir haben noch gute Zuweisungen, können uns aber vorstellen, dass wir nach den Beschlüssen der Landessynode weitere Zusammenarbeiten zum Beispiel bei der Sekretariats- und Küsterarbeit forcieren müssen“, sagte Jelinek.

Aktuell geht es dem Kirchenkreis Kaufungen noch gut. Er besitzt ein Vermögen von rund drei Millionen Euro, sodass auf Rücklagen zurückgegriffen werden kann. So erhält das defizitäre Kirchenkreisamt (KKA) in den nächsten zwei Jahren jeweils 50 000 Euro aus dem Topf des Kirchenkreises. Grund: Weil die Zahl der Kirchenglieder zurückgeht, erhält das KKA zunehmend weniger Zuweisungen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.