Kommentar zur Außendarstellung des VW-Werks in Baunatal: Wie vor 50 Jahren

Der Besucherdienst im Baunataler VW-Werk ist zwar gut organisiert, er funktioniert im Großen und Ganzen aber wie vor 50 Jahren. Ein Kommentar von Sven Kühling.

Besuchergruppen, die sich Wochen zuvor angemeldet haben, reisen mit Bussen an. Nach dem Blick auf ein Marketingfilmchen gibt es noch eine Führung durch die Werkshallen. Punkt. Spontaner Besuch: Nicht möglich!

Die Welt hat sich aber in 50 Jahren weitergedreht. Ein Golf 7 sieht auch nicht mehr aus wie ein Käfer mit Brezelfenster. Telefonzellen und Schreibmaschinen gibt es auch kaum noch.

Die Autostadt in Wolfsburg macht es vor: Die automobile Welt präsentiert sich dort gemeinsam mit Unterhaltung und einer guten Portion Modernität und Lifestyle. Kinder haben genauso ihren Spaß wie ausgewiesene Autofans. Ganz entscheidend ist: Der Gast fühlt sich wohl bei VW.

Das Werk in Baunatal ist das zweitgrößte in Deutschland. Sollte es der Vorstand ernst meinen mit dem Umbruch nach der Abgaskrise und dem Bekenntnis zu alternativen Antrieben und Digitalisierung, dann muss er diese Bereiche auch aktiv vermarkten. Baunatal bietet sich an für ein Besucherzentrum zur e-Mobilität, so wie es jetzt auch in Dresden geschaffen wird. Warum sollte hier nicht eine Art Mini-Autostadt entstehen, wo Familien den Sonntag verbringen, und die Eltern gleichzeitig noch ein E-Auto Probe fahren?

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