K+S-Salzpipeline: Bohrer nehmen Bodenproben bei Baunatal und Schauenburg

So läuft es bisher: Das Salzabwasser von K+S wird teilweise in die Werra geleitet – so wie hier bei Philippsthal. Archivfoto: dpa

Baunatal/Schauenburg. In den nächsten Wochen werden die Bodenuntersuchungen für die geplante Salzpipeline des Kali- und Salzproduzenten K+S im Raum Baunatal und Schauenburg sowie im Wolfhager Land fortgesetzt.

Im Bereich eines 600 Meter breiten Korridors, der für eine Leitung von der Werra an die Oberweser vorgesehen ist, sollen zur Entnahme von Proben kleine Bohrtürme sowie Bagger eingesetzt werden. Das erläuterte K+S-Kommunikationsleiter Jörg Willecke im Gespräch mit der HNA.

Zudem seien Biologen vor Ort, die die Tier- und Pflanzenwelt in dem Abschnitt zwischen Edermünde-Besse und Zierenberg unter die Lupe nehmen, so Willecke. „Da sind Trupps unterwegs, die das kartieren.“

Hintergrund für die anstehenden Untersuchungen ist der geplante Bau einer 140 Kilometer langen Salzpipeline von den K+S-Standorten an der Werra bis nach Gieselwerder an der Oberweser. Die Kosten für das Vorhaben gibt Unternehmenssprecher Ulrich Göbel mit 240 Millionen Euro an. Darin enthalten ist der Bau eines 750 000 Kubikmeter fassenden Speicherbeckens zwischen Lippoldsberg und Oberweser, um Spitzen bei der Ableitung des Abwassers auffangen zu können. Ziel für den Bau der Leitung ist es, die Salzabwassermengen in der Werra weiter zu reduzieren. Das Raumordnungsverfahren für das Vorhaben war kurzzeitig ausgesetzt worden. Das Regierungspräsidium Kassel hatte Ende März aber wieder grünes Licht für die weitere Planung gegeben.

Bis zum Jahr 2022, so der Wunsch des Unternehmens, soll das Rohr mit einem Durchmesser von etwa 40 Zentimetern in der Erde liegen. Im Bereich Baunatal und Schauenburg orientiere man sich etwa am Verlauf der Midal-Gasleitung, so die Sprecher. Wenn die Leitung fertig sei, sei Landwirtschaft dort wieder möglich, feste Bauten und tiefwurzelnde Gehölze dürfe es hingegen auf dem Schutzstreifen nicht geben. Wo die Bodenuntersuchungen genau stattfinden, sagt Jörg Willecke, werde im Vorfeld mit den jeweiligen Grundstückseigentümern abgesprochen.

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