Luise und Werner Niemeier feiern am Donnerstag Eiserne Hochzeit in Großenritte

Ein Herz und eine Seele: Luise und Werner Niemeier, die heute Eiserne Hochzeit feiern, mit Enkeltochter Mia. Foto: Oschmann

Baunatal. Am 1. Januar 1949 lernten sie sich kennen: Luise Hagedorn, wie sie damals noch hieß, und Werner Niemeier. Das war bei einem Tanzvergnügen in Geismar im Eichsfeld, woher beide stammen.

Allerdings hatte der junge Mann zunächst eher ein Auge auf Luises ältere Schwester geworfen. Aber, welch Glück, alles kam anders, und heute feiern die Niemeiers aus Großenritte nach 65 Ehejahren ihre Eiserne Hochzeit.

„Er konnte nämlich wirklich sehr gut tanzen, wollte das aber erst mal nur mit Marga, allerdings war sie bereits verlobt“, erzählt Luise Niemeier (83) schmunzelnd. Ostern wurde wieder getanzt, und da fanden dann Werner und Luise zusammen. Der gelernte Schmied und Schlosser und die junge Schneiderin wurden ein Paar, zwei Jahre später gaben sie sich das Jawort.

Die Niemeiers zogen nach Kassel, fanden in Niederzwehren in der Brüder-Grimm-Straße eine erste Bleibe. Er arbeitete als Baumaschinist bei der Firma Momberg. Mit der Geburt von Tochter Rosemarie wurde es aber bald zu eng, man verließ Kassel in Richtung Aachen. In Alsfeld fanden sie ein Haus, der Familienvater arbeitete als Bergmann. Die beiden Kinder Heinrich und Birgit wurden geboren.

Nach zehn Jahren zog es die Familie zurück nach Kassel nach Kirchditmold. Und dann fanden sie in Großenritte einen schönen Bauplatz. „Das war ein wirklicher Glücksfall“, sagt Luise Niemeier. Ab 1966 lebten sie dann im Eigenheim an der Gänsefeldstraße. Werner Niemeier hatte Arbeit in der Gießerei des VW-Werks gefunden, wo er bis zur Rente 1988 blieb. Luise versorgte die Kinder, den Haushalt und den großen Garten und verdiente nebenher dazu. Ihr Mann engagierte sich in der Gemeinde. Ein Rezept für die lange Ehe ist wohl, dass jeder seine Interessen pflegen durfte.

Werner Niemeier unternahm Pilgerwanderungen nach Walldürn. Heute sind Kreuzworträtsel sein Hobby. Seine Frau reiste gern, war in Budapest, London, an der See, in Italien. „Und in Capri, meinem Traumziel, das Lied ,Wenn bei Capri die Sonne im Meer versinkt‘ hatte es mir angetan“, schwärmt sie.

„Nun sind wir in Treue zusammen alt geworden“, resümiert der alte Herr, dessen ganzes Herz - neben seiner Frau natürlich - Enkelin Mia gehört. Und umgekehrt. Ohne ihren Opa will die Siebenjährige nicht sein. Und freut sich schon sehr auf das Familienfest zum Ehejubiläum an seiner Seite.

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