Extremlauf über Gipfel und Gletscher

Martin Schenker aus Baunatal geht beim Transalpine Run an den Start 

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Gemeinsam stark für den guten Zweck: Martin Schenker aus Baunatal und Laufpartner Jürgen Helm aus Homberg treten beim Transalpine Run an. 

Baunatal. Diese Strecke ist selbst für erfahrene Läufer eine echte Herausforderung: Beim Transalpine Run geht es 247 Kilometer über die Alpen - vom deutschen Garmisch-Partenkirchen über Sölden in Österreich bis nach Brixen in Südtirol.

Sieben Etappen an sieben Tagen. Wenn am 4. September der Startschuss fällt, wird auch der Baunataler Martin Schenker dabei sein.

Für den 53-Jährigen ist es bereits der zweite Start beim Transalpine Run. Schon vor zwei Jahren nahm er gemeinsam mit seinem Homberger Laufpartner Jürgen Helm teil, und auch diesmal werden die beiden als Team antreten. „Es ist ein einzigartiges Erlebnis“, schwärmt Schenker. Die Kombination aus Laufen und Wandern, dazu die einzigartige Landschaft: Das gebe es bei keinem anderen Lauf-Event.

Durchschnittlich fünfmal pro Woche hat Martin Schenker in den vergangenen Monaten für den ungewöhnlichen Marathon trainiert. Jetzt, kurz vor dem Lauf, lasse er es etwas langsamer angehen. „Es ist besser, ausgeruht an den Start zu gehen. Das habe ich aus dem ersten Rennen gelernt“, sagt er.

Seine Kräfte zu sparen, macht durchaus Sinn. Denn die Strecke ist diesmal besonders anspruchsvoll: 14 862 Höhenmeter im Aufstieg und 14 998 Höhenmeter im Abstieg sind zu überwinden, es geht über hohe Gipfel und Gletscher. „Ein einziger Fehltritt kann da schon schwere Folgen haben“, weiß der Läufer, der 1988 seinen ersten Marathon absolvierte und für seinen Verein, die Leichtathletikgemeinschaft (LAG) Wesertal, noch immer regelmäßig an Wettbewerben teilnimmt. Beweisen muss sich Martin Schenker nichts: Er setze sich nicht unter Druck, was die Zeit angeht, sagt er: „Ich muss nicht Erster werden. Es geht um das Gemeinschaftserlebnis.“ Was Martin Schenker und sein Laufpartner beim Transalpine Run erleben, werden sie täglich in ihrem Internet-Blog festhalten: Die Etappenberichte gibt es ab 4. September unter www.nordhessen-speed.de.

Laufen und dabei Gutes tun

Wenn Martin Schenker und Jürgen Helm vom 4. bis 10. September am Transalpine Run teilnehmen, dann laufen sie auch für den guten Zweck. Die beiden Nordhessen haben eine Spendenaktion ins Leben gerufen, mit der sie das Café Zuflucht in der Kasseler Südstadt unterstützen möchten.

Und so funktioniert das Ganze: Gesucht werden Laufpaten, die pro gelaufenem Kilometer einen selbst gewählten Geldbetrag spenden. „Das können zum Beispiel 10 Cent sein. Bei einer Patenschaft für einen Läufer wäre das ein Gesamtbetrag von 24,70 Euro“, sagt Martin Schenker, der als Abteilungsleiter beim Diakonischen Werk Kassel arbeitet. Aber auch höhere Beträge seien natürlich willkommen.

Das Café Zuflucht ist ein Gemeinschaftsprojekt von evangelischer Kirchengemeinde und Diakonischem Werk. Im November 2015 wurde es als niederschwellige Begegnungsstätte für Flüchtlinge und Anwohner eröffnet, um einen Beitrag zur Integration zu leisten. Längst hat sich das Projekt zu einem geselligen Treffpunkt von Menschen unterschiedlicher Herkunft entwickelt. Über 20 Ehrenamtliche tragen zum Gelingen bei. 

Spendenkonto: Diakonisches Werk Kassel, BIC: GENODEF1EK1, IBAN: DE81 5206 0410 0000 0015 54, Zweck: Café Zuflucht 2720 04 000

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